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UNWTO: Einkommensverlust im Tourismus 2020 bei 763 Milliarden Euro

20.12.2020 12:06 Uhr

Die Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) mit Sitz in der spanischen Hauptstadt Madrid, gab bekannt, dass die Tourismusbranche der Welt aufgrund des Ausbruchs der Pandemie des Coronavirus das schlimmste Jahr der Geschichte durchlebte. Es gab im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Reiserückgang von 72 Prozent in den ersten zehn Monaten und einen Umsatzverlust von 763 Milliarden Euro.

Die UNWTO veröffentlichte, dass die Zahl der internationalen Touristen im Zeitraum Januar bis Oktober dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aufgrund von Reisebeschränkungen und des geringen Verbrauchervertrauens aufgrund von Covid-19 um rund 900 Millionen zurückgegangen sei. Der gesamte Einnahmeverlust im Tourismus wird mit 763 Milliarden beziffert und man ist ziemlich sicher, die Grenze von einer Billion bis zum Jahreswechsel zu knacken.

Reiseniveau 2020 auf dem Level von 1990

Die UN-Organisation wies darauf hin, dass der Tourismus in der Welt auf das Niveau von 1990 zurückgekehrt ist und berichtete, dass der Verlust im Tourismus zehnmal höher war als die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise im Jahr 2009.

Die Welttourismusorganisation sagt voraus, dass Reisen erst in der zweiten Hälfte 2021 wieder an Fahrt aufnehmen würden. Bis man die Zahlen von 2019 erreichen könne, werde es voraussichtlich noch zweieinhalb bis vier Jahre dauern.

Die UNWTO betonte, dass Asien und der Pazifikraum mit einem Rückgang von 82 Prozent in den Regionen, in denen der Tourismus am stärksten beeinträchtigt war, an erster Stelle beim Corona-Fallout standen. Darauf folgten mit 73 Prozent der Nahe Osten, mit 69 Prozent Afrika und mit 68 Prozent an Rückgang Europa und Amerika.

Tourismussektoren unterstützen

UNWTO-Generalsekretär Surap Pololikashvili aus Georgien sagte in seiner Bewertung der Daten: "Seit Beginn der Krise haben wir als UNWTO Regierungen und Unternehmen zuverlässige Daten zur Verfügung gestellt, die die beispiellosen Folgen von Covid-19 für den globalen Tourismus widerspiegeln."

Pololikashvili betonte, dass in der Zeit Covid-19, die wahrscheinlich mit der flächendeckenden Impfung beginnen wird, die Bemühungen um eine sichere Grenzöffnung sowie die Unterstützung von Tourismusunternehmen verdoppelt werden sollten: "Es wird jedes Mal klarer, dass der Tourismus einer der Sektoren ist, die am stärksten von dieser beispiellosen Krise betroffen sind."

(ce)

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