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Unwetter auf Philippinen: Zahl der Toten steigt auf 68

30.12.2018 8:23 Uhr

Die Ausmaße des schweren Unwetters auf den Philippinen sind schlimmer als erwartet: Die Zahl der Toten ist auf 68 gestiegen, die meisten Opfer seien bei Erdrutschen verschüttet worden oder ertrunken, teilte die Zivilschutzbehörde mit.

Besonders betroffen waren die Region Bicol mit 15 Toten und die Insel Samar, wo elf Menschen starben. Die Behörden fürchten, dass die Opferzahl weiter steigen wird. In einigen Gebieten dauerten die Rettungsarbeiten noch an, sagte der Zivilschutzchef in Bicol, Claudio Yucot.

Viele konnten sich in Sicherheit bringen

Der Sturm "Usman" war am Samstag über die Philippinen hinweggezogen. Heftige Regenfälle lösten Überschwemmungen und Erdrutsche aus. Viele Menschen brachten sich aber nicht rechtzeitig in Sicherheit, weil die Windstärken nicht stark genug waren, um den Sturm als Taifun einzustufen, wie Yucot sagte. Eine Taifun-Warnung wurde deshalb nicht herausgegeben. Viele Menschen seien nach Weihnachten zudem noch in "Ferienstimmung" gewesen, sagte Yucot.

Mittlerweile zog der Sturm nach Westen ab, in vielen Gebieten regnete es aber weiter. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurden dadurch erschwert, wie Bicol sagte. Mindestens 17 Menschen werden noch vermisst. Mehr als 40.000 Menschen flüchteten vor dem Unwetter.

Immer wieder Unwetter

Die Philippinen nwerden pro Jahr durchschnittlich von 20 Taifunen und Stürmen getroffen. Dabei kommen jedes Jahr hunderte Menschen ums Leben. Der bislang schwerste Taifun "Haiyan" ereignete sich 2013. Knapp 7400 Menschen kamen ums Leben oder gelten seither als vermisst.

(be/dpa)