Symbolbild: epa/Stepan Franko

Untersuchung von Anschlag auf ukrainischen Journalisten gefordert

6.5.2019 21:43 Uhr

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat nach dem Angriff auf einen ukrainischen Journalisten von den Behörden Aufklärung verlangt. "Das ist versuchter Mord an einem lokalen Investigativ-Journalisten, der für seine Reportagen über Korruption bekannt ist", sagte der OSZE-Medienbeauftragte Harlem Désir am Montag. Der gezielte Angriff sei alarmierend und dürfe nicht ungestraft bleiben.

Der Reporter war am Samstag vor seinem Haus im knapp 150 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Kiew gelegenen Tscherkassy von Unbekannten brutal zusammengeschlagen worden. Nach einer Notoperation fiel er ins Koma.

Schon ein Angriff im Jahr 2016

Die Polizei stufte die Tat als versuchten Mord ein. 2016 sei bereits auf ihn geschossen worden.

In der Ex-Sowjetrepublik werden immer wieder Journalisten Opfer von Anschlägen. Zuletzt waren 2015 der prorussische Publizist Oles Busina erschossen und 2016 der aus Weißrussland stammende Pawel Scheremet durch eine Autobombe in Kiew getötet worden. Beide Morde sind bis heute nicht aufgeklärt.

(an/dpa)