epa/Marwan Ali

Unterstützung für demokratischen Sudan

3.9.2019 22:24 Uhr

Auf dem Weg in eine demokratische Zukunft kann der Sudan auf die Hilfe von Deutschland bauen. "In dieser Phase braucht dieses Land und braucht die neue politische Führung die Unterstützung Deutschlands und Europas", sagte der SPD-Politiker am Dienstag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum. Er ist der erste Außenminister, der das Land seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Omar al-Baschir im April besucht.

Al-Baschir hatte das streng islamische Land 30 Jahre lang mit harter Hand regiert und war nach monatelangen Protesten gestürzt worden. Vor knapp zwei Wochen wurde eine von Militärrat und Opposition gebildete Regierung vereidigt, die von Ministerpräsident Abdullah Hamduk geführt wird.

"Deutschland wird verlässlicher Partner sein"

Bundeskanzlerin Angela Merkel sicherte Hamduk am Montag in einem Glückwunschschreiben ebenfalls Unterstützung zu. "Deutschland wird Ihnen als verlässlicher Partner zur Seite stehen, wenn es darum geht, inneren Frieden und Entwicklung in Ihrem Land, aber auch der gesamten Region zu sichern", schrieb sie. "Ich möchte Sie ermutigen, mit viel Ausdauer und Umsicht die Brücke zur Überwindung der inneren Differenzen zu sein und zur Aussöhnung aller Sudanesinnen und Sudanesen beizutragen."

Am Dienstagabend reist Maas in den Kongo weiter. Dort will er sich unter anderem ein Bild von der größten UN-Friedensmission Monusco und vom Kampf gegen die Ebola-Seuche machen. Die Epidemie wütet seit rund einem Jahr vor allem in den Provinzen Nord-Kivu - wo Maas Station machen wird - und Ituri im Osten des Landes. Trotz aller Bemühungen zur Eindämmung sind mittlerweile mehr als 3000 Menschen erkrankt.

(an/dpa)

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