dpa

Union-Ultras verstummen gegen Leipzig

9.1.2020 22:40 Uhr

Zum Rückrundenauftakt von Union Berlin wird wieder sehr laut geschwiegen. Grund: Man tritt gegen RB Leipzig an und da gibt es den Stimmungsboykott. Doch das Ganze gilt nur in den ersten 15 Minuten des Spiels. Danach wird wieder gejubelt, angefeuert und vielleicht auch gefeiert. Für die Berliner und die Union-Ultras sind die Sachsen ein "Retortenverein" und ein "künstlich aufgeblasenes Kommerz-Konstrukt". Darum der Boykott.

Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin wird die ersten 15 Minuten der Rückrunde erneut ohne Fan-Unterstützung auskommen müssen. Wie schon im ersten Bundesligaspiel der Köpenicker überhaupt haben die Ultra-Fans des Vereins zum Stimmungsboykott bei der Partie bei RB Leipzig am 18. Januar (18.30 Uhr/Sky) aufgerufen. RB gilt in Berlin-Köpenick als Auswuchs der Kommerzialisierung des Fußballs. "Uns erwartet zum Auftakt erneut das ungeliebte Konstrukt aus Leipzig. Wie schon zu unserem ersten Bundesligaspiel kann es auch diesmal nur bedeuten, dieses Spiel als kein normales anzusehen und weiterhin Haltung zu bewahren!", heißt es auf der Webseite des "Wuhlesyndikats".

So planen die Anhänger zwei Stunden vor dem Anpfiff einen Trauermarsch vom Hauptbahnhof zum Stadion – ganz in Schwarz. Zudem wollen die einzelnen Gruppierungen erst kurz vor dem Anpfiff geschlossen zu ihren Sitzen gehen. Nach 15 Minuten soll dann jeder einen Union-Schal hervorziehen, um mit dem roten Kleidungsstück einen farblichen Kontrast zur schwarzen Kleidung herzustellen.

(ce/dpa)

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