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Uni leicht gemacht: So gelingt der Studienalltag

28.5.2020 9:21 Uhr

Nach dem Abschluss des Abiturs stehen viele junge Menschen vor der Frage, wie sich der kommende Universitätsalltag erfolgreich gestalten lässt. Dabei spielen neben der Frage der Wahl des Faches auch die Finanzierung und andere Aspekte, die zunächst einmal einschüchternd wirken können, eine zentrale Rolle. Wie solche Herausforderungen erfolgreich gemeistert werden können, beschreibt dieser Artikel.

Die Wahl des Studienfaches

Hier beginnen häufig die Probleme: Die eigene Talentstruktur, Anforderungen an die berufliche Zukunft oder auch Pläne der Familie sind Faktoren, die einer Beachtung bedürfen. Oft ist es gar nicht so leicht, bei der Wahl des Studienfaches eine sinnvolle und zielführende Entscheidung zu treffen.

Talente und Zukunftschancen

Um das richtige Fach zu wählen, sollte zwischen den genannten Faktoren abgewogen werden. Zunächst einmal ist es unabdingbar für einen guten und erfolgreichen Abschluss, dass der jeweilige Student sich für sein Fachgebiet interessiert und eine gewisse Begabung mitbingt. Die tollsten Gehälter werden uninteressant, wenn dafür die eigene Verwirklichung im gesamten Leben hinten anstehen muss.

Zudem sollte der jeweilige Abschluss einen sicheren Arbeitsplatz ermöglichen können. Ein mehrjähriges Studium ohne entsprechende Perspektiven kann schnell frustrierend sein. Daher müssen sich angehende Studenten überlegen, in welchen Fachbereichen die Chancen auf eine sichere und gut bezahlte Stelle im Rahmen der Umsetzung ihrer Talente am besten stehen.

Weitere Faktoren

Außerdem spielt auch die Auswahl der passenden Universität oder Fachhochschule eine Rolle. Je nach Standort und Hochschulart können die Angebote durchaus variieren, sei es bezüglich des Praxisbezuges oder des Ansehens des jeweiligen Abschlusses auf dem Arbeitsmarkt.

Nicht zuletzt haben auch die Eltern in einigen Fällen Ansprüche an die Zukunft ihres Kindes. An dieser Stelle hilft Kommunikation: Möglicherweise lassen sich diese Wünsche wie das Erlangen eines Status und finanzieller Sicherheit auch auf anderen, eigenen Wegen erfüllen.

Das richtige Fach am richtigen Standort mit ausreichenden Zukunftschancen zu wählen, erleichtert den Studienalltag enorm. Einerseits fallen Beschäftigungen, die Spaß bereiten, grundsätzlich leichter. Zudem vereinfacht das Hinarbeiten auf ein klares und lohnendes Ziel die schwierigen und anstrengenden Phasen erheblich.

Die Finanzierung des Studiums

Sind Fach und Standort ausgewählt, muss die Finanzierung des Lebensunterhaltes sowie der Universitätsgebühren geklärt werden. Einige Studierende haben Glück und bekommen vonseiten der Eltern einen kräftigen Zuschuss. Ist die nicht der Fall, gibt es eine Reihe anderer Wege.

Zunächst besteht die Option, BaföG zu beantragen. Der Student bekommt finanzielle staatliche Unterstützung, die er später teilweise zurückzahlen muss. Immer wieder werden Erhöhungen der Leistungen diskutiert, die Chancen stehen also durchaus gut, zumindest einen nicht unwesentlichen Anteil der Alltagskosten aus dieser Geldquelle bestreiten zu können.

Eine weitere gängige Variante zur Akquise finanzieller Mittel sind typische Studentenjobs, die neben dem Universitätsalltag ausgeübt werden können. Diese finden sich oft in der Gastronomie, aber auch in anderen Berufsfeldern wie der Marktforschung, Nachhilfe oder Promotion.

Falls es zu Situationen kommt, in denen dies alles nicht reicht, und höhere Kosten wie zum Beispiel der Semesterbeitrag oder einzelne Bücher getragen werden müssen, gibt es zudem weitere flexible und schnelle Möglichkeiten zur Lösung des Problems. Gerade online finden sich unkomplizierte Modelle des Leihens geringerer Beträge zu guten und seriösen Rückzahlbedingungen.

Bei der Finanzierung gilt: Eine gute Vorplanung beugt vielen Problemen vor. Daher sollten schon vor Aufnahme des Studiums entsprechende Wege in Betracht gezogen und erste konkrete Schritte unternommen werden.

Ein gutes Gefühl für den Fachbereich

Damit ein guter Start ins Studium gelingt, sollte von Anfang an darauf geachtet werden, ein gutes Gefühl für das entsprechende Fach und die relevanten Personen zu bekommen. Hierbei spielen die zentralen Inhalte, die Kommilitonen sowie die Dozenten tragende Rollen.

Vorinformation hilft

Schon vor Beginn kann es Sinn machen, einen Überblick über die Fachbereiche des ersten Semesters zu bekommen. Welche sind das konkret? Gibt es relevante Literatur, die vorher angeschafft werden kann? Auch das grobe Einlesen in die Grundzüge eines Themas bereits vor dem ersten Seminar kann zielführend sein. Zudem hilft ein guter Überblick über die Regeln und Anforderungen wissenschaftlichen Arbeitens oft weiter.

Mit er Beachtung dieser Schritte kann vermieden werden, von Hürden überrascht zu werden, die zu Startschwierigkeiten führen. Nicht nur im ersten, sondern auch in späteren Semestern ist es zielführend, gute Vorinformation über die erwarteten Leistungen und kommenden Themengebiete zu haben.

Relevante Personen(gruppen)

Kommilitonen und Dozenten begleiten durch das gesamte Studium. Daher ist es relevant, schnell das richtige Gespür für diese Personen zu bekommen und belastbare Kontakte herzustellen. Gerade der Anschluss an die Kommilitonen ist unabdingbar, denn frühzeitige Finden von Lernpartnern kann den Alltag stark erleichtern.

Dozenten wiederum haben oft individuelle Herangehensweise und Anforderungen. Auch hier kann Vorinformation helfen, um von Beginn an ein gutes Bild zu hinterlassen. Dafür lohnt sich Recherche: Ist der Professor für gewisse Thesen bekannt? Erwartet er einen bestimmten Stil? Gespräche mit anderen Studierenden, wie auch eine ausgiebige Onlinerecherche geben oft den nötigen Aufschluss.

Selbstorganisation

Im Gegensatz zum vorherigen Schulalltag ist im Rahmen eines Studiums ein hohes Maß an Eigenorganisation gefragt. Sie bildet die Basis für Lernerfolge und das Einhalten von Abgabeterminen sowie eine ausreichende Vorbereitung auf Klausuren.

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Selbstorganisation für Klausuren und Hausarbeiten

Schon zu Beginn eines Semesters ist für bestimmte Seminare und Vorlesungen vorgesehen, dass der jeweilige Stoff am Ende in einer Klausur abgefragt wird. Es macht also Sinn, regelmäßig zu lernen, anstatt zu versuchen, die gesamten Inhalte eines halben Jahres in einer kurzen Phase vor der Prüfung zu verinnerlichen.

Das Einführen von regelmäßigen täglichen oder wöchentlichen Lernzeiten erleichtert dabei die organisatorischen Abläufe. Wichtig ist, sich nicht von äußeren Umständen hiervon abbringen zu lassen, sondern starr nach einem zu Beginn des Semesters aufgestellten Plan vorzugehen. Daher ist es oft sinnvoll, fernab von jeder Ablenkung in der Bibliothek der Universität in einer Gruppe oder auch alleine zu lernen.

Neben einigen anderen Faktoren kann ein effektives Zeitmanagement unter anderem dazu beitragen, am Tag einer Prüfung ein niedrigeres Stresslevel zu haben. Die Klausurergebnisse werden besser, da durch geringere Abspannung eine größere Konzentration auf die Inhalte vorhanden ist.

Gleiches gilt für die Hausarbeiten. Je früher begonnen wird, einen Plan zu erstellen und diesen abzuarbeiten, desto besser gelingt die Umsetzung. Natürlich sind die Bearbeitungszeiten beschränkt, ein schlüssiges Konzept für entsprechende Aufgabe kann jedoch auch im Laufe des Semesters schon begonnen und ausgearbeitet werden. Nach der darauffolgenden Besprechung des Themas mit dem Dozenten fällt präzises und effektives Arbeiten dadurch oft leichter.

Selbstorganisation des Alltags

Nicht nur beim Thema Lernen, sondern auch in einfachen Alltagsfragen hilft eine gute Organisation. Wichtig hierbei sind regelmäßige Abläufe, unter anderem bezüglich der Schlafens- oder Essenszeiten. Vor allem ausreichend Schlaf ist unabdingbar für einen dauerhaften Lernerfolg.

Um diese Faktoren gut zu bewältigen, ist es zielführend, den Universitätsalltag ähnlich wie den täglichen Ablauf im späteren Berufsleben zu betrachten und zu strukturieren. Oft können Vorlesungen und Seminare so gelegt werden, dass sie in den Kernarbeitszeiten eines normalen Arbeitnehmers stattfinden. Ist dies nicht möglich, sollte zumindest versucht werden, diesem Ideal so nah wie möglich zu kommen.

Für Ausgleich sorgen

Auch die Freizeitgestaltung will gut organisiert sein. Es ist dem Lernerfolg zuträglich, frühzeitig nach passenden Hobbys zu suchen und diese regelmäßig auszuüben. Auch sportliche Betätigung schafft ein inneres Gleichgewicht und eine entspanntere Herangehensweise an Herausforderungen.

Umso wichtiger ist es, solche Aktivitäten ebenfalls fest in die Alltagsstruktur zu integrieren. Die Mitgliedschaft in einem Sportverein oder anderen Freizeitgruppen sowie damit verbundene regelmäßige Treffen können dabei eine Hilfe sein.

Abgesehen davon spielen soziale Kontakte eine nicht weniger wichtige Rolle für eine ausgeglichene "Study-Life-Balance". Das frühzeitige knüpfen von Kontakten an der Universität kann also neben dem Finden von Lernpartnern weitere positive Effekte auf dein Studium haben.

Fazit

Zum erfolgreichen Absolvieren eines Studiums tragen vor allem individuelle Faktoren wie die Wahl des passenden Faches, ein umfangreiches und frühzeitiges Informieren sowie die solide Organisation des Alltags bei. Auch ein hohes Maß an Ausgleich ist hilfreich. Werden all diese Aspekte beachtet, steht einem guten und erfolgreichen Studienabschluss kaum etwas im Wege.

(Hürriyet.de)

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