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Unglücksboten: Zwei Riemenfische vor Japans Küste gefangen

26.2.2019 13:23 Uhr

Bei abergläubischen Japanern gelten die äußerst seltenen Riemenfischer als Boten drohenden Unheils. Jetzt wurden vor der Küste der Insel Okinawa gleich zwei der schlangenähnlichen Fische gefangen.

Die Fischer waren überrascht, als ihnen die normalerweise in großer Tiefe vorkommenden riesigen schlangenförmigen Tiere lebend ins Netz gingen: "Ich hatte vorher immer nur Geschichten über diese Fische gehört", sagte Takashi Yamauchi vom Yomitan-Fischereiverband der Nachrichtenagentur AFP. "Als ich sie im Hafen sah, war ich ziemlich erschrocken."

Tod auf dem Weg zum Aquarium

Die beiden meterlangen Tiere - der größere maß vier Meter - starben auf dem Weg zu einem Aquarium. Riemenfische heißen im Japanischen "Ryugu no tsukai" - Botschafter des Palasts des Meereskönigs. Dem Volksglauben zufolge suchen die normalerweise in zwischen 200 und 1000 Meter Tiefe lebenden Fische vor Seebeben flachere Gewässer auf. Japanischen Medienberichten zufolge hatte es im Vorfeld des schweren Erdbebens und Tsunamis im März 2011 mit rund 18.500 Todesopfern eine ganze Reihe von Riemenfisch-Sichtungen gegeben. In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund ein Dutzend der seltenen Tiere an japanischen Küsten angeschwemmt. Dies löste Spekulationen in sozialen Medien aus, wonach neues Unheil bevorstehe.

(be/afp)