dpa

Unfreiwillige Stopps: Pannen an deutschen Regierungsfliegern

30.11.2018 15:05 Uhr

Störungen an Regierungsfliegern haben schon so manchen Reiseplan deutscher Politiker empfindlich durcheinander gebracht. Eine Auswahl:

November 2018: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier harrt stundenlang in Südafrika aus. Ein Triebwerk des Airbus A340 "Konrad Adenauer" kann nur mit Hilfe eines externen Geräts gestartet werden.

Oktober 2018: Nagetiere knabbern bei einem Stopp in Indonesien wichtige Kabel der "Adenauer" an. Finanzminister Olaf Scholz kehrt per Linienflug von der Tagung des Internationalen Währungsfonds zurück.

Juni 2018: Wegen eines Hydraulikschadens am A340 muss Steinmeier kurz vor Abflug nach Weißrussland auf eine Ersatzmaschine umsteigen.

Dezember 2016: Auf dem Weg nach Mali strandet Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen aufgrund eines Computerproblems bei ihrem A340 in der nigerianischen Hauptstadt Abuja - und muss dort übernachten.

Mai 2016: Wegen eines Risses in der Cockpitscheibe des Airbus A319 hängt Steinmeier, damals Außenminister, in Litauens Hauptstadt Vilnius fest. Eine Ersatzmaschine holt ihn ab.

Mai 2016: Weil beim Start in Berlin einer der zwölf Reifen platzt, macht der A340 mit Steinmeier an Bord eine Vollbremsung. Erst mit gehöriger Verspätung geht es auf die Afrika-Reise.

April 2016: Nach einem Motordefekt der "Adenauer" kann ein Ersatzteil im chinesischen Changsha nicht sofort beschafft werden. Steinmeier kommt zum G7-Außenministertreffen in Japan zu spät.

November 2015: Der Bordcomputer der "Adenauer" fällt aus. Für seine Reise nach Italien muss Steinmeier in eine Chartermaschine umsteigen.

März 2014: Bei starker Rauchentwicklung fällt bei der Vorbereitung zum Start ein Computer der "Adenauer" aus. Steinmeier muss in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba ausharren.

Mai 2011: Wegen eines defekten A310-Kühlaggregats fliegt der damalige Bundespräsident Christian Wulff aus Brasilien per Linie nach Berlin.

März 2009: Auf ihrem Flug nach Brüssel muss Merkel wegen Überhitzung eines Triebwerks der Regierungs-Challenger unplanmäßig in Hannover zwischenlanden - und auf eine Ersatzmaschine umsteigen.

Juli 2008: In Algier beschädigt eine fahrende Gangway Merkels Maschine "Theodor Heuss", Vorgängerin des heutigen Regierungs-Airbus. Sie erreicht Berlin mit einem Flieger der algerischen Staats-Airline.

September 2008: Der damalige Bundespräsident Horst Köhler nimmt einen Linienflug von Peking nach Frankfurt, weil die alte "Konrad Adenauer" - Vorgängerin der heutigen Maschine - defekt ist.

(be/dpa)