dpa

Unfalltod nach Blaulicht-Einsatz unter Alkohol - Politiker fordern mehr Transparenz

9.2.2019 16:48 Uhr

Vor einem Jahr rast ein Einsatzfahrzeug in ein Auto, dessen Fahrerin stirbt. Der Polizist am Steuer hatte Alkohol im Blut. Politiker fordern mehr Transparenz bei der Aufklärung.

Seine Patientenakte mit dem Ergebnis des Alkoholtests nach dem Crash - rund ein Promille - beschlagnahmten die Ermittler aber erst vor kurzem. Zuvor hatte es anonyme Hinweise auf Trunkenheit gegeben.

Viele Fragen in der nächsten Innenausschuss-Sitzung

"Es darf nicht der Anschein erweckt werden, gegen Polizisten als Tatverdächtige werde nachlässig ermittelt und erst nach anonymen Hinweisen die erforderlichen Schritte eingeleitet", schreibt der Berliner Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux in seinem Internet-Blog. Seine Fraktion werde in der nächsten Innenausschuss-Sitzung am 18. Februar viele Fragen stellen.

Die Vorwürfe müssten alle verantwortlichen Stellen dazu veranlassen, hier absolute Transparenz herzustellen, sagte der Berliner CDU-Fraktionschef Burkard Dregger am Samstag dem Sender rbb. "Damit aufgeklärt werden kann, was schief gelaufen ist."

"Furchtbarer Justizskandal"

Die 21-Jährige war am 29. Januar 2018 noch am Unfallort gestorben. Der Polizeiwagen war mit Blaulicht zu einem Einsatz unterwegs und hatte sie beim Einparken gerammt. Dem Alkohol-Verdacht geht die Staatsanwaltschaft erst seit kurzem nach. Der Anwalt der Eltern der jungen Frau spricht von einem "furchtbaren Justizskandal".

(be/dpa)

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