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Unesco erklärt Musikrichtung Reggae zum immateriellen Kulturerbe

29.11.2018 12:13 Uhr

Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die unter anderem durch Bob Marley bekanntgewordene Reggae-Musik aus Jamaika zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt.

Nach dem Beschluss des zuständigen Ausschusses am Donnerstag in Mauritius tanzten die Staatenvertreter spontan zu Marleys Song "One Love", wie eine Unesco-Sprecherin berichtete.

Die goldene Zeit des Reggaes waren die 1970er Jahre. Der Sound der Musikrichtung aus dem karibischen Inselstaat Jamaika kommt fröhlich und sorgenfrei daher. Doch das täuscht etwas: Themen wie Unterdrückung, soziale Ungleichheit und politische Entfremdung sind zentrale Merkmale der Texte von Reggae-Größen wie Bob Marley, Peter Tosh und Jimmy Cliff.

Weitere neue immaterielle Kulturerben

Der Unesco-Ausschuss tagt noch bis Samstag in Port Louis, der Hauptstadt von Mauritius. Insgesamt sind der Unesco zufolge diese Woche knapp 50 Kulturformen neu als immaterielles Kulturerbe der Menschheit vorgeschlagen. Am Mittwoch hatte der Ausschuss beschlossen, den Blaudruck - eine auch in Deutschland verwendete jahrhundertealte Technik der Textilveredelung - aufzunehmen.

Bisher zählen schon 470 lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken dazu. Darunter sind zum Beispiel der Orgelbau und die Orgelmusik aus Deutschland, der Tango aus Argentinien und Uruguay und die traditionelle chinesische Medizin.

(be/dpa)