dpa

Unerwarteter Besuch: Puma im Garten

4.1.2019 16:52 Uhr

Ein junger Puma hat sich vor bellenden Hunden in Chile in einen Baumwipfel geflüchtet - und kam nicht mehr allein herunter. Nach zwei Tagen retteten Einsatzkräfte die Raubkatze in einem Vorort der chilenischen Hauptstadt Santiago aus rund 15 Metern Höhe.

Das Tier wurde mit einem Betäubungspfeil lahmgelegt und fiel vom Baum, wie das Amt für Landwirtschaft und Viehzucht (SAG) am Donnerstag mitteilte. Äste und am Boden ausgebreitete Matratzen federten den Sturz ab. Tierärzte des Zoos von Santiago stellten keine schwerwiegenden Verletzungen fest.

Im Garten gesichtet

"Eine Nachbarin hat mir erzählt, der Puma habe ihr gegenübergestanden, als sie die Blumen gegossen hat", erzählte der Anwohner Nicolás Blanchard der Zeitung "La Tercera". Danach nahm die Raubkatze offenbar Reißaus vor kläffenden Hunden und kletterte auf einen Baum. "Es war eine sehr gefährliche Situation. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Puma einen Sturz aus 15 Metern Höhe nicht überlebt, war sehr hoch. Wir sind optimistisch, dass wir das Tier bald wieder freilassen können", sagte Zoo-Direktorin Alejandra Montalba.

Der Puma war wohl aus den nahe gelegenen Bergen in den Vorort Lo Barnechea gekommen. "Es gibt einen zunehmenden Konflikt, wenn die Städte sich in Gegenden ausdehnen, die vorher ausschließlich der Lebensraum unserer wilden Tierwelt waren", sagte SAG-Direktor Horacio Bórquez. Auch Zoo-Direktorin Montalba sagte: "Der Pumaist nicht in unserem Lebensraum, wir sind in seinem."

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(be/dpa)

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