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Unehrlich? Arsenal-Coach Arteta kontert Vorwürfe von Özil-Berater Sögüt

27.10.2020 20:30 Uhr

Die Auseinandersetzungen zwischen Mesut Özil und seinem Berater Erkut Sögüt auf der einen, und Arsenal-Trainer Mikel Arteta auf der anderen Seite gehen weiter. Nun wehrt sich der Coach gegen die Vorwürfe, er sei unehrlich und würde nicht die wahren Gründe nennen, warum er Özil aus dem Arsenal-Kader für die Premier League und den Europapokal gestrichen hat.

Arteta betonte auf einer Pressekonferenz, dass Ehrlichkeit tief in ihm verankert sei und zu einer Grundfeste seiner Trainertätigkeit gehöre. "Wenn man eine Mannschaft führt, muss sie einem vertrauen. Damit sie einem vertrauen kann, muss man ehrlich sein. Man muss in der Lage sein, den Menschen von Angesicht zu Angesicht die guten und schlechten Nachrichten zu überbringen. Und dann muss man konsequent sein in dem, was man sagt, was man fordert und was daraus folgt", sagte der Spanier.

Arteta: Sprache kann zum Problem werden

Er habe viel Zeit damit verbracht, seine Spieler mit all den verschiedenen Kulturen und persönlichen Hintergründen zu verstehen und wie sie bestimmte Kommentare oder Reaktionen aufnehmen könnten, erklärte Arteta weiter. "Es geht nicht darum, was man sagt, sondern um die Wahrnehmung und wie die Spieler meine Botschaften verstehen. Sie alle haben unterschiedliche Hintergründe und auch Probleme mit der Sprache, so dass sie vielleicht nicht genau verstehen, was man sagt. Das kann dann heikel werden."

Nachdem sich Özil "tief enttäuscht" über die Kader-Ausbootung durch Arteta gezeigt hatte, kritisierte Sögüt den Trainer scharf und sprach ihn sogar persönlich an. "Die Arsenal-Fans verdienen eine ehrliche Erklärung und nicht einen Arteta, der sagt, er sei bei Özil gescheitert", erklärte der Berater beim US-Sender ESPN. "Du bist bei Özil nicht gescheitert. Du bist daran gescheitert, fair, ehrlich und transparent zu sein, im Umgang mit einer Person, die einen Vertrag hat und die die ganze Zeit treu war", so Sögüt.

(bl)

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