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Unbeständiges Aprilwetter zum Monatsende

27.4.2019 18:39 Uhr

Im April hatten wir alles: Kräftige Regenschauer und Stürme, aber auch einen ersten Vorgeschmack auf den Sommer. Und genauso geht der Monat auch zu Ende: wechselhaft mit jeder Menge Schauern.

Der 1. Mai könnte zumindest in der Osthälfte Deutschlands von Schauern geprägt sein, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte.

Die Höchsttemperaturen sollen zunächst nur noch zwischen 10 und 16 Grad liegen. Vor allem in höheren Lagen sind nachts Bodenfrost und Glätte durch überfrierende Nässe möglich. Von Dienstag an wird es mit Tageshöchsttemperaturen von bis zu 18 Grad wieder milder.

Zu wenig Regen?

In einigen Regionen regnete es schon am Wochenende. Zumindest Land- und Forstwirte dürften sich darüber sehr freuen. Der Regen ließ die Waldbrandgefahr in Brandenburg und Sachsen sinken. Auch in Thüringen nahm sie ab - doch genügend Regen kommt einem DWD-Meteorologen zufolge in den kommenden Tagen nicht herunter. "Das müsste eigentlich einmal eine Woche regnen." Die Feuchtigkeit sei nur in die oberen Schichten der Erde eingedrungen. Sobald die Sonne wieder scheine, steige die Waldbrandgefahr wieder.

Waldbrände in Thüringen

In den vergangenen Tagen hatte es in Thüringen schwere Waldbrände unter anderem an der Bleichlochtalsperre und in Plaue gegeben. Die Pegelstände einiger Thüringer Flüsse sanken auf den niedrigsten durchschnittlichen April-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen 1961. Auch im Osten Sachsen-Anhalts sank die Waldbrandgefahr am Wochenende - in den übrigen Landesteilen galt am Samstag weiter Stufe 3 oder 4, in der Region Stendal die höchste Warnstufe 5.

Extra-Wasser für die Buga

Für die Bundesgartenschau (Buga) in Heilbronn würde ein weiterer Dürresommer mehr Aufwand und Kosten bedeuten. "Schon jetzt trifft uns die extreme Trockenheit", sagte Buga-Geschäftsführer Hanspeter Faas. Bereits im Februar mussten demnach die Grünflächen gegossen werden. "Das habe ich noch nie erlebt." Rund 30 Prozent der Buga-Flächen werden automatisch bewässert. Für die 900 neu gepflanzten Straßenbäume gibt es ein eigenes Bewässerungssystem. Es seien zuvor extra Fachleute befragt worden, welche Baumarten resistent gegen Trockenheit sind, so Faas. Die Wahl fiel demnach unter anderem auf Zelkove sowie Amber- und Zürgelbaum.

(be/dpa)