Hürriyet

UN: Türkei spielt Schlüsselrolle in der Syrien-Hilfe

30.6.2020 14:46 Uhr

Die Kämpfe im syrischen Bürgerkrieg sind zwar abgeflaut, doch die humanitäre Lage der Flüchtlinge im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien bleibt weiter angespannt. Die Türkei spiele nach wie vor eine Schlüsselrolle, sagte der Sprecher der Vereinten Nationen (UN) für die Region, Jens Laerke.

"Das Problem der rund 2,8 Millionen Menschen, die unsere Unterstützung brauchen, hat sich nicht gelöst. Damit wir ihnen weiter helfen können, ist die Türkei ein wichtiger Partner", sagte Laerke. Allein im vergangenen Monat seien 1800 Lastwagen mit Hilfsgütern aus der Türkei in die Konfliktregion um Idlib im Nordwesten Syriens aufgebrochen. Auch bei Lieferungen von Hilfsgütern für ganz Syrien helfe die Türkei der UNO, so Laerke.

Corona-Pandemie verschlimmert Lage

Die Unterstützung sei derzeit umso wichtiger, weil sich die Situation in Syrien durch die Corona-Pandemie zugespitzt hat. Die wirtschaftliche Lage habe sich nochmals verschlechtert, betonte der UN-Sprecher. "Der Syrien-Krieg geht in sein zehntes Jahr. Das ist so lange wie der erste und zweite Weltkrieg zusammen. Das ist unglaublich“, sagte Laerke und fügte an, dass die UN dieses Jahr 3,8 Millionen Dollar (3,4 Millionen Euro) für Hilfsleistungen in Syrien eingeplant hat.

Seit 2011 herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg zwischen dem Machthaber Baschar al-Assad und den Rebellen im Lande. Nach UN-Schätzungen wurden bislang Huderttausende Menschen getötet und mehr als zehn Millionen vertrieben.

(bl)

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