Symbolbild: epa/Nabil Mounzer

UN: Syrien kein sicheres Land für Flüchtlinge

28.2.2019 19:09 Uhr

Nach Ansicht des Menschenrechtsrats der UN ist die Lage in Syrien weiterhin so kritisch, dass eine Rückkehr für Flüchtlinge nicht möglich ist. Im ganzen Land litten Zivilisten unter fehlender Rechtsstaatlichkeit, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht des Gremiums.

Der Rat beklagt darin, in von der Regierung eroberten Gebieten seien Menschen willkürlich festgenommen oder verschleppt worden. Auch in Gebieten unter Kontrolle von Rebellen habe es willkürliche Festnahmen und Entführungen gegeben.

Ende des Konflikts nicht in Sicht

Zudem gingen die Kämpfe in mehreren Teilen Syriens weiter, heißt es in dem Bericht. So habe es im November auf das Rebellengebiet um die Stadt Idlib im Nordwesten Syriens Angriffe der Regierung gegeben, obwohl eine entmilitarisierte Zone eingerichtet worden sei. Auch den Kämpfen gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Osten Syriens fielen Zivilisten zum Opfer. Die Lage in ganz Syrien untergrabe die Möglichkeit einer Rückkehr von Vertriebenen und Flüchtlingen.

Die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad hatten im vergangenen Jahr wichtige Gebiete eingenommen. Sie kontrollieren mittlerweile wieder rund zwei Drittel des Landes, darunter die wichtigsten Städte. Eine Ende des Konflikts ist derzeit trotzdem nicht in Sicht. Seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast acht Jahren sind nach UN-Angaben mehr als 5,5 Millionen Syrer ins Ausland geflohen, mehr als sechs Millionen wurden innerhalb des Landes vertrieben.

(an/dpa)

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