epa/Yahya Arhab

UN stoppt teilweise Hilfslieferungen

21.6.2019 11:42 Uhr

Im Bürgerkriegsland Jemen werden immer wieder Nahrungsmittel gestohlen und den Bedürftigsten vorenthalten. Deswegen hat das UN-Welternährungsprogramm (WFP) die Versorgung teilweise gestoppt.

Betroffen seien zunächst 850 000 Einwohner der Hauptstadt Sanaa, teilte das WFP in der Nacht zu Freitag in Genf mit. Unterernährte Kinder sowie schwangere und stillende Frauen würden weiter versorgt.

Gescheiterte Verhandlungen über Nahrungssicherheit

Verhandlungen in Sanaa über die Einführung von Überwachungssystemen, die sicherstellen sollen, dass die Nahrung die Bedürftigsten erreicht, seien bislang gescheitert, erklärte das WFP. "Wie in jeder Konfliktzone gibt es Personen, die davon profitieren wollen, Bedürftige auszubeuten, und die Nahrungsmittel dort abzweigen, wo sie am dringendsten benötigt werden."

Das WFP wollte Familien, die es versorgt, biometrisch registrieren. Biometrische Scanner könnten zum Beispiel Fingerabdrücke lesen.

Sanaa wird von den Huthi-Rebellen kontrolliert, die die Hauptstadt und große Teile des Nordjemens 2014 eingenommen haben und seitdem kontrollieren. Eine von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition kämpft gegen sie.

(an/dpa)

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