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UN-Sonderberichterstatterin: Vertreter Riads verantwortlich für Khashoggi-Mord

7.2.2019 20:49 Uhr

Nach ihren Ermittlungen kommt UN-Sonderberichterstatterin Agnes Callamard zu dem Schluss, dass Vertreter Riads für den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi seien.

Sie habe Beweise gesammelt, wonach Khashoggi das Opfer einer "brutalen und vorsätzlichen Tötung" geworden sei - "geplant und ausgeführt von Vertretern des saudiarabischen Staates", erklärte die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche Hinrichtungen, Agnes Callamard, am Donnerstag nach einem Besuch in der Türkei. Der Mord verlange die "dringliche Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft, einschließlich der UNO".

Callamard war Ende Januar in die Türkei gereist und hatte sich dort unter anderem mit dem türkischen Außenminister Mevlüt Cavusoglu getroffen. Sie verurteilte den Missbrauch der diplomatischen "Immunität" durch Saudiaraber, um "ungestraft" einen Mord zu begehen.

Saudische Führung unter Druck

Die saudiarabische Führung steht seit Khashoggis Tod international unter Druck. Der regierungskritische Journalist war Anfang Oktober im Konsulat des Königreichs in Istanbul von einem extra angereisten 15-köpfigen Kommando erwürgt und zerstückelt worden; seine Leiche wurde nie gefunden.

Nach Darstellung der Führung in Riad ordneten der inzwischen entlassene Vize-Geheimdienstchef Ahmed al-Assiri und der königliche Medienberater Saud al-Kahtani den Einsatz an. Kronprinz Mohammed bin Salman sei nicht informiert gewesen, hieß es. Doch bleibt der Verdacht, dass er der eigentliche Verantwortliche ist.

(be/afp)