epa/Mauricio Duenas Castaneda

UN soll Hilfsgüter für Venezuela verteilen

13.2.2019 22:12 Uhr

Die UN soll die Hilfsgüter für Venezuela verteilen. Diese Idee hatte nun Mexikos Präsident Andreas Manuel Lopez Obrador. Er findet, so lassen sich die politischen Färbungen umgehen.

"Das ist ein Anliegen der humanitären Hilfe, das sich nicht mit politischen oder ideologischen Haltungen vermischen sollte." Venezuela solle sich an die Vereinten Nationen wenden, damit die Hilfsgüter das venezolanische Volk erreichen könnten, sagte der Linkspolitiker.

Laster mit Lebensmitteln warten an der Grenze

Drehkreuz für die dringend benötigte Hilfe kann dabei Curacao werden. Das teilte der niederländische Außenminister Stef Blok am Mittwoch in Den Haag mit. Diese Entscheidung sei in enger Abstimmung mit der Regierung von Curaçao genommen worden. Der selbsternannte Interimspräsident Venezuelas Juan Guaido und die USA hätten darum gebeten.

"Die Regierung will damit erreichen, dass die Hilfe tatsächlich auch der Bevölkerung Venezuelas zur Verfügung gestellt wird", schrieb der Außenminister dem Parlament. Einzelheiten müssten noch ausgearbeitet werden. Blok erklärte, er sei über die verschlechterte Lage in dem Land "sehr besorgt". Bislang verweigert der Präsident Nicolás Maduro, Hilfsgüter aus dem Ausland ins Land zu lassen.

15.000 Venezulaner bereits auf Curacao

Curaçao liegt nahe der Küste Venezuelas und ist als Sammelstelle für Hilfslieferungen geeignet. Die niederländischen Karibikinseln Aruba, Curaçao und Bonaire sind indirekt von der politischen Krise des Nachbarlandes betroffen. Vor allem nach Curaçao waren schätzungsweise bereits 15 000 Menschen geflohen.

Seit gut einer Woche stehen an der Grenze zwischen Kolumbien und Venezuela Laster mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygiene-Artikeln. Das venezolanische Militär lässt diese auf Geheiß von Staatschef Nicolás Maduro nicht passieren. Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó hat das Militär aufgefordert, die Hilfsgüter ins Land zu lassen. Mexiko hat sich bisher nicht wie andere lateinamerikanische Staaten hinter Guaidó gestellt, sondern gemeinsam mit Uruguay einen Friedensdialog für Venezuela vorgeschlagen.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.