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UN-Sicherheitsrat entsendet Teams zur Überwachung der Feuerpause

21.12.2018 22:44 Uhr

Seit Mitte dieser Woche gibt es in der jemenitischen Hafenstadt Hudaida eine Feuerpause. Per Resolution beschloss der UN-Sicherheitsrat die Entsendung von Beobachter-Teams.

Das Gremium verabschiedete die Resolution am Freitag in New York einstimmig. Das Auswärtige Amt in Berlin begrüßte die Resolution des Sicherheitsrats als "wichtigen Meilenstein" zur Umsetzung der in Schweden getroffenen Vereinbarungen der jemenitischen Konfliktparteien. Dies gelte vor allem für die Hafenstadt Hudaida. "Die Einsetzung einer Beobachtermission der Vereinten Nationen für Hudaida ist ein entscheidender Beitrag zu Vertrauensaufbau und Konfliktlösung", heißt es in der Mittelung.

30 Tage Waffenruhe?

Der Text der UN-Resolution begrüßt die Fortschritte bei den Friedensgesprächen in Schweden, bei denen sich die international anerkannte Regierung des Jemens und die schiitischen Huthi-Rebellen, die Hudaida kontrollieren, auf die Waffenruhe geeinigt hatten. Die Resolution bittet zudem UN-Generalsekretär António Guterres um Entsendung eines Vorausteams zur Überwachung der Einhaltung der Waffenruhe zunächst für 30 Tage. Bis Ende des Jahres soll Guterres zudem Vorschläge machen, wie die Überwachung danach weiter ausgeführt werden kann.

Zuvor hatte es Streit über den Text der Resolution gegeben, weil in einem ersten Entwurf der Iran genannt wurde. Dem Iran wird vorgeworfen, die Huthi-Rebellen mit Waffen zu unterstützen. Das Land bestreitet die Vorwürfe. Auf Druck Russlands und gegen Widerstand der USA wurde die Erwähnung des Irans gestrichen.

Die jemenitischen Regierungstruppen werden wiederum von einem von Saudi-Arabien geführten Bündnis militärisch unterstützt.

Versorgungsader Hudaida

Der Hafen Hudaida ist eine der wichtigsten Versorgungsadern des bitterarmen Landes. Mit der Waffenruhe ist die Hoffnung auf eine Entspannung der dramatischen humanitären Lage in dem Land auf der Arabischen Halbinsel verbunden. Nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg erlebt der Jemen den UN zufolge die schwerste humanitäre Krise der Welt. Millionen Menschen müssen hungern, 250 000 droht der Hungertod.

(be/dpa)