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UN-Klimakonferenz wird wegen Corona-Krise verschoben

2.4.2020 9:19 Uhr

Die für November im schottischen Glasgow geplante UN-Klimakonferenz wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Dies teilte die britische Regierung in London mit. Ein neuer Termin für 2021 solle später genannt werden.

UN-Klimasekretärin Patricia Espinosa erklärte, die Verschiebung sei angesichts der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus unvermeidlich. Auf lange Sicht sei der Klimawandel aber die deutlich größere Bedrohung für die Menschheit. Zu der zehntägigen Konferenz in Glasgow waren rund 30.000 Menschen erwartet worden, davon rund 200 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt. Im vergangenen Jahr hatte die Konferenz in Madrid stattgefunden.

Klimaschützer fordern deutliche Verbesserung

Bei der Klimakonferenz in Glasgow sollen die Staaten des Pariser Abkommens ihre neuen Klimaschutzzusagen vorlegen. Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung drängen Umweltschützer aber darauf, schon früher zumindest eine deutliche Anhebung der Klimaziele fest zuzusagen.

Mit dem Pariser Klimaabkommen vereinbarte die Weltgemeinschaft das Ziel, die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Unterzeichner verpflichteten sich zur raschen und weitreichenden Senkung der Kohlenstoffemissionen, die den Planeten erwärmen. Dennoch wächst der Kohlenstoffausstoß jedes Jahr, auch weil die weltweite Energienachfrage weiter ansteigt.

(bl/afp)

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