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UN-Klimakonferenz: 200 Aktivisten nach "Cacerolazo"-Protest ausgeschlossen

11.12.2019 20:21 Uhr

Wegen einer lautstarken Protestaktion bei den UN-Klimaverhandlungen in Madrid sind etwa 200 Aktivisten von der Konferenz ausgeschlossen worden.

Die Demonstranten mussten das Messegelände am Mittwoch verlassen und ihre Konferenzpässe abgeben, wie die Nachrichtenagentur AFP von mehreren Quellen erfuhr. Sie wurden von Sicherheitskräften vom Gelände geführt. Die Aktivisten hatten vor dem Saal, in dem das Plenum tagt, einen sogenannten "Cacerolazo", eine in Chile übliche Form des Protestes, abgehalten, bei der die Teilnehmer auf Töpfe und Pfannen schlagen. In Madrid behalfen sich die Demonstranten mit Trinkflaschen und riefen "Klima-Gerechtigkeit jetzt!" und "Schande über Euch! Schande, Schande, Schande!". Nach einigen Minuten schritten die Sicherheitskräfte ein. Es kam zu Handgemengen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Die Aktivisten wurden schließlich von UN-Sicherheitskräften auf einen Parkplatz gedrängt und dort zunächst festgehalten. Journalisten wurde der Zugang zu Ihnen verwehrt. Die UNO reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um Stellungnahme.

Kaum Fortschritte bei Klimakonferenz

Die 25. Klimakonferenz hatte am Montag vergangener Woche unter dem Vorsitz von Chile begonnen und soll bis Freitag zum Abschluss gebracht werden. Beobachtern zufolge wurden bei den entscheidenden Themen bislang aber kaum Fortschritte gemacht.

(be/afp)

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