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UN: Keine Angriffe auf Zivilisten

14.4.2019 16:55 Uhr

Vor Angriffen auf Zivilisten hat die Libyenmission der Vereinten Nationen (UNSMIL) die Kriegsparteien gewarnt. Die Bombardierung von Schulen, Krankenhäusern und zivilen Gebieten sei unter internationalem Recht strengstens verboten, twitterte die Mission am Sonntag. Verstöße würden dokumentiert und an den UN-Sicherheitsrat und den Internationalen Strafgerichtshof weitergeleitet.

In den vergangenen Tagen hatte es mehrfach Berichte über Angriffe auf medizinisches Personal und Ersthelfer in Libyen gegeben. Die Weltgesundheitsorganisation berichtete, dass seit Ausbruch der Kämpfe vor zehn Tagen mindestens 121 Menschen getötet und mehr als 560 verletzt worden seien. In Libyen waren zuletzt wieder heftige Kämpfe um die Hauptstadt Tripolis aufgeflammt, nachdem der mächtige General Chalifa Haftar seinen Truppen den Vormarsch auf Tripolis befohlen hatte.

Hafta regiert einen Großteil des Landes

Haftar ist mit dem Parlament im Osten Libyens verbunden und kontrolliert mit seiner sogenannten «Libyschen Nationalarmee» große Gebiete im Osten und Süden des Landes. Das Parlament bildet eine Gegenregierung zu der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch. Dieser hat jedoch kaum Kontrolle über die Hauptstadt Tripolis hinaus.

Das ägyptische Staatsfernsehen berichtete am Sonntag von einem Treffen des 75 Jahre alten Generals mit dem ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi in Kairo. Ägypten gilt neben den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien als Unterstützer Haftars.

(an/dpa)

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