epa/Monirul Alam

UN fehlt Geld für Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch

15.2.2019 19:28 Uhr

Im Süden von Bangladesch sitzen fast eine Million Rohingya-Flüchtlinge aus Myanmar fest. Für ihre Versorgung braucht die UN rund 920 Millionen Dollar (815 Millionen Euro). Die Hälfte des Geldes werde für Lebensmittel, Wasser, sanitäre Anlagen und Unterkünfte der mehr als 900.000 Rohingya gebraucht, teilten das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Freitag in Genf mit. Weitere Mittel seien für die Gesundheitsversorgung und Präventionsmaßnahmen nötig.

Die muslimische Minderheit in Myanmar wird seit Jahren diskriminiert. Rund 740.000 Rohingya flohen im August 2017 aus Angst vor dem Militär ins benachbarte Bangladesch. Dort lebten schon davor rund 300.000 Rohingya. Bangladesch strebt eine Rückkehr der Menschen nach Myanmar an, allerdings hat sich die Lage der Rohingya dort nicht verbessert.

Anstieg der Impfrate

Es ist der dritte Hilfsaufruf von UNHCR, IOM und Bangladesch für die Rohingya-Flüchtlinge. Deren Lage habe sich durch zuvor gesammeltes Geld bereits deutlich verbessert, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Die akute Mangelernährung sei eingedämmt worden. Zudem sei die Impfrate gestiegen und 40 Prozent der Frauen könnten ihre Kinder inzwischen in Gesundheitseinrichtungen zur Welt bringen.

(an/dpa)

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