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UN-Diplomaten verlassen Saal bei Venezuelas Außenminister

25.4.2019 0:09 Uhr

Als der venezolanische Chefdiplomat Jorge Arreaza bei der Sitzung der UN-Vollversammlung auftrage, verließen 30 bis 40 Vertreter der Lima-Gruppe aus Protest den Saal.

Der Chefdiplomat Jorge Arreaza war bei einer Sitzung der UN-Vollversammlung zur Bedeutung der multilateralen Zusammenarbeit am Mittwoch an das Rednerpult getreten. Daraufhin verließen 30 bis 40 Vertreter der Lima-Gruppe den Saal. Die Mitgliedstaaten dieser Gruppe haben fast allesamt den venezolanischen Oppositionsführer Juan Guaido als legitimen Staatschef des südamerikanischen Landes anerkannt. Guaido ist in einen Machtkampf mit Präsident Nicolas Maduro verstrickt.

Lima-Gruppe aus 13 Ländern

Der Lima-Gruppe gehören 13 Länder aus Lateinamerika und der Karibik sowie Kanada an. Die Gruppe war 2017 gegründet worden, um eine Lösung für die Krise in Venezuela zu finden.Maduros Außenminister sprach als Repräsentant der Bewegung der Blockfreien Staaten vor der UN-Vollversammlung. In seiner Ansprache warf er der Regierung von US-Präsident Donald Trump vor, den Vereinten Nationen "eine Diktatur aufzwingen" zu wollen. Die USA wollten mit vollen Rechten ausgestatteten Mitgliedstaaten wie Venezuela die Anerkennung entziehen lassen. Die Vereinigten Staaten waren in der Sitzung nicht vertreten.

(be/dpa)