Hürriyet

Umweltminister Kurum: Keine Bebauung auf abgebrannten Waldflächen

21.8.2019 14:12 Uhr

Heftige Winde, hohe Temperaturen und anhaltende Trockenheit sorgen in der Türkei momentan für zahlreiche verheerende Waldbrände, die Tausende Hektar Waldflächen zerstören. Alleine in Izmir sind seit Montag mindestens 500 Hektar Wald abgebrannt. Wie der türkische Minister für Umwelt und Städteplanung, Murat Kurum, am Mittwoch verkündete, sollen die abgebrannten Flächen nicht zur Bebauung freigegeben werden.

Feuer in Milas, Bodrum und Urla

Besonders schlimm habe es diesmal die Orte Milas und Bodrum in der Ägäisprovinz Mugla sowie Urla in der Provinz Izmir getroffen. Zudem steht die Befürchtung im Raum, dass zumindest einige der Waldbrände bewusst gelegt wurden. Dies sagte ein Mitarbeiter der Forstabteilung in Mugla, Mehmet Celik. Er reiste zur Leitung der Löscharbeiten in Bodrum und Milas an. Gemeinsam mit seinem Kollegen aus der Region, dem Mugla Waldgebietsleiter Enver Demirci, informierte er im Rahmen einer Pressekonferenz, dass ein dritter Waldbrand entstanden sei, der jedoch Dank der Aufmerksamkeit eines Helikopterpiloten noch im Ansatz gelöscht wurde, bevor das Feuer sich ausbreiten konnte.

Celik berichtete den Journalisten: „Wir bekämpfen zeitgleich beide Brände, unterdessen wurde gegen 17.30 Uhr in der Nähe des Becin Walddepots ein weiteres Feuer gelegt. Unser Helikopter entdeckte die Flammen während eines Tankvorgangs und schritt sofort ein. Wir können in keinem der Fälle Brandstiftung ausschließen. Die Feuer scheinen nicht zufällig ausgebrochen zu sein."

Keine Bebauung geplant

Während Anwohner befürchten, dass die abgebrannten Waldflächen bald schon neuen Sommerhäusern weichen könnten, versucht Umweltminister Kurum zu beschwichtigen: "Bis 2023 wollen wir die Menge an geschützten Flächen auf 17 Prozent steigern. Auf gar keinen Fall werden diese Bereiche [die abgebrannten Wälder, Anm. d. Red.] sich selbst überlassen oder gar für die Bebauung eröffnet", so Kurum am Mittwoch.

(be)

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