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Umstrittenes "Nike Oregon Project" eingestellt

11.10.2019 12:20 Uhr

US-Sportartikelriese Nike hat das ins Zwielicht geratene Laufteam "Nike Oregon Project" aufgelöst. Der Schritt kommt nach der Sperre für Trainer Alberto Salazar.

Nike-Geschäftsführer Mark Parker begründete seine Entscheidung in einem internen Memo. "Die Situation und die unbegründeten Behauptungen lenken viele Athleten ab und beeinträchtigen sie dabei, sich auf ihre Trainings- und Wettkampfbedürfnisse zu konzentrieren", sagte Parker darin: "Ich habe daher die Entscheidung getroffen, das Oregon Project zu beenden."

Vier Jahre Sperre

Der bisherige Cheftrainer und Gründungsvater des NOP, Alberto Salazar, war am 1. Oktober wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Regeln für vier Jahre gesperrt worden. Konstanze Klosterhalfen, bei der Leichtathletik-WM in Doha/Katar Bronzemedaillengewinnerin über 5000 m, trainierte seit Ende 2018 in den USA. Sie gehörte dem NOP aber erst seit April offiziell an.

Nach ihrem Erfolg hatte Klosterhalfen erklärt, sich weiter in den USA auf die Olympischen Spiele 2020 in Tokio vorbereiten zu wollen. Sie hatte aber selbst nie unter Salazar trainiert. "Ich weiß, dass das keinen aus meiner Gruppe betrifft, dass mein Trainer Pete Julian ist", sagte Klosterhalfen in Doha: "Deshalb freue ich mich auch schon wieder, zurück mit dem Team nach Amerika zu gehen." Wie es mit dem Training der Leverkusenerin nun weitergeht, ist offen.

"Es muss weg"

Das ehemalige Teammitglied Kara Goucher hatte zuletzt das Ende des Projekts gefordert. "Es muss weg", sagte die WM-Zweite über 10.000 m von 2007, die als Zeugin gegen ihren ehemaligen Trainer Salazar ausgesagt hatte, der BBC.

(be/afp)

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