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Umfrage: Kramp-Karrenbauer schon fast so beliebt wie Merkel

2.1.2019 12:16 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die neue CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer haben im Politiker-Ranking des "Trendbarometers" von RTL und n-tv deutlich dazugewonnen. Merkel steht damit nach dem Abschied vom CDU-Vorsitz weiterhin an der Spitze der Rangliste.

In der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa kommt sie bei der Frage, bei wem das Land in guten Händen ist, auf 60 Punkte auf einer Skala von 0 bis 100. Das sind zehn Punkte mehr als im September, wie die Mediengruppe RTL am Mittwoch mitteilte. Damals hatte Merkel noch gleichauf mit Grünen-Chef Robert Habeck an der Spitze des Rankings gestanden.

AKK jetzt bei 55 Punkten

"Zur Jahreswende 2018/19 ist entgegen vielen Mutmaßungen in der öffentlichen Diskussion bei den allermeisten Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland von einer Kanzler-Dämmerung wenig zu spüren", sagte Forsa-Chef Manfred Güllner der Mediengruppe RTL.

Auf Platz zwei liegt nun die neue CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer, die sich um elf Punkte verbessert und auf 55 Punkte kommt. Sie war Anfang Dezember zu Merkels Nachfolgerin an der Parteispitze gewählt worden.

Merz abgeschlagen

Kramp-Karrenbauers unterlegener Konkurrent Friedrich Merz habe dagegen außer bei AfD-Anhängern keine sonderlich großen Sympathien, sagte Güllner. Merz, für dessen Einbindung in Bundesregierung und Parteiführung sich der CDU-Wirtschaftsflügel stark macht, kommt auf 37 Punkte und damit auf Rang 11 der 17 abgefragten Politiker.

Grünen-Chef Habeck liegt mit unveränderten 50 Punkten auf Platz drei des Rankings, gefolgt von SPD-Vizekanzler Olaf Scholz (47 Punkte).

Kaum Vertrauen in Seehofer und Söder

Stark an Vertrauen eingebüßt haben im vergangenen Jahr die CSU-Politiker Horst Seehofer und Markus Söder. Ihre Werte liegen jeweils 11 Punkte niedriger als im Januar 2018 - Bundesinnenminister Seehofer kommt auf 25 Punkte, Bayerns Ministerpräsident Söder auf 31. Dabei hat Söder am Jahresende schon wieder deutlich Boden gutgemacht. Er soll Seehofer am 19. Januar als CSU-Chef ablösen.

(bl/dpa)