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Ultras drohen mit Protesten und Spielabbrüchen

6.3.2020 14:41 Uhr

Von wegen Annäherung zwischen DFB, DFL und Fanvertretern im Streit um Hassplakate und Schmährufe in den Stadien: Ultras aus ganz Deutschland haben für den anstehenden Spieltag in der Bundesliga weitere Proteste bis hin zu möglichen Spielabbrüchen angekündigt.

"Wir Fans werden die Praxis vom letzten Spieltag nicht einfach so hinnehmen und im Zweifel weiter Unterbrechungen und auch Abbrüche in Kauf nehmen", kündigte der Zusammenschluss "Fanszenen in Deutschland" in einer Erklärung an.

Vorwurf der Zensur

Die Fangruppierungen fordern vom Deutschen Fußball-Bund die Abschaffung von Kollektivstrafen und die "sofortige Aufhebung der gegen Borussia Dortmund ausgesprochenen Zuschauerausschlüsse", heißt es in der Stellungnahme. Das DFB-Sportgericht hatte die BVB-Fans wegen fortgesetzter Schmäh- und Hassplakate gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp für die nächsten zwei Jahre von den Bundesligaspielen in Sinsheim ausgeschlossen.

Neben der Wiedereinführung von Kollektivstrafen werfen die Fan- und Ultragruppen dem DFB zudem Zensur vor, weil es zuletzt auch wegen Plakaten ohne beleidigenden Inhalt zu Spielunterbrechungen gekommen war. "Die tatsächliche Schande der vergangenen Wochen liegt im Verhalten der Verbände, allen voran des DFB", hieß es. Unter dem neuen Präsidenten Fritz Keller habe sich "nichts zum Positiven verändert". Dem DFB wird vorgeworfen, kein "ernsthaftes Interesse an einem Dialog" zu haben.

Gespräch sollte Wogen glätten

Am Donnerstag hatten sich Fanvertreter in Frankfurt mit DFL-Boss Christian Seifert und DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius zu einem längeren Gespräch getroffen. Die Verbände hätten dabei angekündigt, "für den kommenden Spieltag für höhere Handlungssicherheit sorgen zu wollen, zum Beispiel durch eine bessere Information der Schiedsrichter*innen. Aber auch der Öffentlichkeit", heißt es in einer Mitteilung des Bündnisse "Unsere Kurve".

(bl/dpa)

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