dpa

Uli Hoeneß gegen Hoeneß-Verpflichtung

23.11.2019 15:11 Uhr

Uli Hoeneß war kein Fan von der Verpflichtung seines Neffen Sebastian Hoeneß als Trainer der zweiten Mannschaft des FC Bayern München. Dem Vereinsboss wird klar gewesen sein, dass sein Neffe stets auf dem Prüfstand stehen würde - ganz gleich, wie gut seine Leistungen auch sein mögen, die er abliefert. Zudem war klar, er würde nur basierend auf seinem Nachnamen polarisieren. Wollte der große Onkel das seinem Neffen ersparen?

Hermann Gerland sei die treibende Kraft für seinen Wechsel von Leipzig nach München gewesen, sagte Sebastian Hoeneß im Interview der "Süddeutschen Zeitung" (Samstag). Gerland habe sich mit seiner Personalvorstellung im Verein durchsetzen müssen, verriet der 37-Jährige. "Hauptsächlich gegen einen: Mein Onkel war nicht angetan von der Idee, was ich sehr gut verstehen konnte", sagte Sebastian Hoeneß, der 2017 von RB Leipzig nach München gewechselt war. Hermann sei klar gewesen, dass er Uli einbeziehen müsse. "Und Uli wusste, was das mit sich bringen kann, dass da immer etwas mitschwingt."

Hoeneß gratuliert seinem Neffen für seine gute Arbeit

Uli Hoeneß, bis vor wenigen Tagen noch Präsident der Münchner, hat seinem Neffen mittlerweile eine Sprachnachricht geschickt, dass der Job in der dritten Liga ganz ordentlich erledigt würde. Vor dem Derby gegen den TSV 1860 München am Sonntag sind die Münchner in der 3. Fußball-Liga Tabellen-Neunter.

Sebastian Hoeneß ist seit 2017 als Trainer beim FC Bayern tätig. Zuerst bei der U19, seit Saisonbeginn bei der Reserve. Er wisse, dass der Nachname polarisiert, insbesondere in Verbindung mit Bayern München", sagte der Sohn des ehemaligen Hertha-Managers Dieter Hoeneß. "Aber mir war klar, dass ich das machen möchte, mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt. Weil es eine Riesenchance bedeutet, bei so einer Topadresse arbeiten zu können - und bei dem Club, der für mich Leidenschaft bedeutet. Ich weiß, dass der Druck bei mir erstmal größer ist als vielleicht bei anderen Trainern." Das habe aber nichts an seiner Entscheidung und an seiner Arbeit geändert, sagte er.

(ce/dpa)

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