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Uganda: Geschäftsfrau zur "Miss Curvy" gekürt

28.4.2019 10:49 Uhr

Zum ersten Mal wurde in Uganda eine "Miss Curvy" gekürt: die Geschäftsfrau Nasasi Belinda, die sich am Freitagabend in der Hauptstadt Kampala gegen 24 andere Finalistinnen durchsetzen konnte. Doch der Schönheitswettbewerb ist stark umstritten. Schließlich hatte Tourismusminister Godfrey Kiwanda im Februar erklärt, dass kurvige Frauen zu einer "Touristenattraktion" Ugandas werden sollten, genau wie die "Natur, die Sprache oder die Küche Ugandas".

Sie wolle eine Inspiration für Frauen mit üppigen Kurven sein, sagte Belinda. "Dicker zu sein als andere, ist kein Problem. Seid glücklich mit euch selbst und hört niemals damit auf. Macht einfach immer weiter." Der Wettbewerb sollte dazu beitragen, Vorurteile gegenüber übergewichtigen Menschen abzubauen und gängige Schönheitsideale zu hinterfragen. Er war jedoch auch Teil einer Regierungskampagne, um Touristen in das ostafrikanische Land zu locken.

Frauen als Sexobjekte

Im Februar hatte Tourismusminister Godfrey Kiwanda erklärt, kurvige Frauen sollten zur "Touristenattraktion" werden, genau wie "die Natur, die Sprache oder die Küche" Ugandas. Empörte Frauenrechtlerinnen forderten daraufhin Kiwandas Rücktritt. "Das ist pervers. Zu denken, dass Frauen in unserer Zeit als Sexobjekte benutzt werden können, ist absurd, und wir verurteilen das", sagte Rita Aciro, Geschäftsführerin des ugandischen Frauennetzwerks.

(be/afp)