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UEFA prüft militärische Geste von türkischen Spielern

13.10.2019 18:22 Uhr

Die Türkei konnte am Freitag in Kadiköy das EM-Qualifikationsspiel gegen Albanien unter der tatkräftigen Mithilfe der albanischen Hintermannschaft nach einem durch die Bank schlechten Spiel knapp mit 1:0 gewinnen und eine Heimblamage soeben noch abwenden. Doch genau das Spiel könnte unter Umständen ein Nachspiel für das türkische Spiel haben. Die UEFA ermittelt derzeit, ob die türkischen Spieler nach dem Treffer vom Wetzlarer Cenk Tosun kollektiv einen militärischen Gruß in Anlehnung an den Syrien-Konflikt zeigte. Ein Vorgang, der nach den Regeln der UEFA verboten und somit bestrafungswürdig wäre.

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) prüft den Verdacht, wonach türkische Nationalspieler während des Qualifikationsspiels für die EM 2020 gegen Albanien (1:0) einen militärischen Gruß getätigt und dabei Bezug auf die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien genommen haben sollen. Das bestätigte ein UEFA-Sprecher der italienischen Nachrichtenagentur ANSA.

Der Verdacht des Regelbruchs liegt vor und wird von der UEFA geprüft

"Ich habe die Geste, die zweifellos als Provokation gedeutet werden kann, nicht gesehen", sagte der UEFA-Pressechef Philip Townsend: "Politische Äußerungen sind in den Regularien aber verboten. Deshalb werden wir dem Verdacht definitiv nachgehen."

Nach dem Sieg am Freitag, den der gebürtige Wetzlarer Cenk Tosun mit seinem Treffer in der 90. Minute ermöglicht hatte, postete der türkische Verband zudem ein vielsagendes Bild auf Instagram. Darauf sind die Spieler zu sehen, wie sie in der Kabine einen Militärgruß vollziehen "und den Sieg den tapferen Soldaten und Märtyrern widmen", wie unter dem Bild geschrieben steht.

Auch die türkischen Spieler, die bei ausländischen Vereinen unter Vertrag stehen - Kaan Ayhan und Kenan Karaman bei Fortuna Düsseldorf, Ozan Kabak beim FC Schalke 04 - sind auf den Bildern in der entsprechenden Haltung zu sehen. Nachdem der FC St. Pauli seitens der eigenen Fans wegen Cenk Sahin unter Druck steht, ist es nicht ausgeschlossen, dass auch auf die anderen Klubs durch die Fans "Überraschungen" warten.

(afp)

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