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Twitter will inaktive Accounts freigeben

27.11.2019 20:25 Uhr

Großputz beim Kurznachrichtendienst Twitter: wer seinen Account seit mehr als sechs Monaten nicht genutzt hat, sollte sich zumindest einmal kurz einloggen - sonst geht er demnächst futsch, wird gelöscht und kann von einem anderen Nutzer registriert werden.

Es ist die erste breit angelegte Aktion dieser Art seit der Gründung des Dienstes 2006.

Nutzer, die ihre Accounts mehr als sechs Monate nicht benutzt haben, bekommen seit Dienstagabend E-Mails mit der Aufforderung, sich bis zum 11. Dezember mit ihren Profildaten einzuloggen. Sonst werden ihre Account-Namen (wie etwa @Twitter) wieder für andere verfügbar. Dabei ist es nicht notwendig, aktiv zu twittern - eine Anmeldung genügt.

Nicht alle inaktiven Accounts sind sofort weg

Das bedeutet aber nicht, dass man schon bald auf die Jagd nach freigewordenen Account-Namen gehen kann. Die Löschung der Profile werde einige Zeit in Anspruch nehmen, sagte ein Twitter-Sprecher dem Technologieblog "The Verge". Unklar ist, was mit Profilen gestorbener Nutzer passiert. Twitter hat keine Funktion, um Accounts von Gestorbenen in einen Gedenkzustand zu versetzen, wie das etwa bei Facebook der Fall ist. Man denke aber über eine Lösung dafür nach, sagte der Sprecher.

Die Bereinigung könnte auch Versuche erschweren, die öffentliche Meinung mit Hilfe gefälschter Profile zu manipulieren. Eine Vorgehensweise der von Russland aus gesteuerten Kampagnen im Zuge der US-Präsidentenwahl 2016 war nach Angaben von IT-Sicherheitsexperten, große Mengen vor Jahren eingerichteter Accounts zu reaktivieren.

(be/dpa)

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