Hürriyet

TV-Duell Imamoglu vs Yildirim nach Bayram-Ferien

5.6.2019 9:37 Uhr

Es wird nach den Bayram-Feierlichkeiten und nach den Ferien ein TV-Duell der Wahlkandidaten vor den Neuwahlen geben. Das wurde durch den stellvertretenden AKP-Vorsitzenden Mahil Ünal bekanntgegeben. Ekrem Imamoglu tritt dabei als Wahlgewinner und gewählter Bürgermeister von Istanbul – vor der Wahlannullierung – gegen Binali Yildirim von der AKP an, der die Wahl im ersten Durchgang verloren hatte.

"Wir werden nach den Feiertagen Kontakt wegen einer gemeinsamen Live-Sendung aufnehmen", sagte Mahil Ünal am 4. Juni gegenüber Reportern in der südöstlichen Provinz Kahramanmaras. Laut Ünal handelte es sich bei den Gesprächen darum, ein TV-Duell der beiden Kandidaten festzuzurren. Von der CHP wurde diesbezüglich mit Engin Altay gesprochen, der die Informationen an den Partei-Vorsitzenden Kemal Kilicdaroglu weiterleitete. "Altai erklärte, dass nach Zustimmung von Herrn Kilicdaroglu Besprechungen mit Herrn Imamoglu stattgefunden hätten und dass wir uns direkt nach den Ferien miteinander in Verbindung setzen könnten", teilte Ünal mit.

Neuwahlen am 23. Juni angesetzt

Die Äußerungen des stellvertretenden Vorsitzenden der AKP kamen, nachdem Kandidat Binali Yildirim sagte, er sei für ein gemeinsames TV-Duell mit Imamoglu bereit. In der Zwischenzeit teilte Ekrem Imamoglu am 3. Juni mit, dass die CHP zuvor einen gemeinsamen Fernsehauftritt der Kandidaten vor den Wahlen vom 31. März beantragt habe, dass die AKP dem jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht zustimmte. Millionen türkischer Wähler gaben am 31. März bei Kommunalwahlen landesweit ihre Stimme ab, um Bürgermeister, Stadtratsmitglieder, Mukhtars (Dorfvorsteher) und Mitglieder von Ältestenräten für die nächsten fünf Jahre zu wählen.

In Istanbul sagte beim Kampf um das Bürgermeisteramt Ekrem Imamoglu von der CHP gegen Binali Yildirim von der AKP, die damit nach 25 Jahren die Regierung über Istanbul verloren hätte. Die Wahlbehörde hob jedoch den Sieg auf, nachdem die AKP und ihr Wahlpartner MHP einen außerordentlichen Einspruch das Wahlergebnis einlegten und Unregelmäßigkeiten und Verstöße gegen das türkische Wahlgesetz geltend machten. Daraufhin hatte der YSK beschlossen, dass es am 23. Juni Neuwahlen für das Bürgermeisteramt in Istanbul geben würde, was international für Irritationen sorgte.

(Hürriyet.de)