epa/Fethi Belaid

Tunesiens Präsident zu Grabe getragen

27.7.2019 22:21 Uhr

In Tunesien haben mehrere Staatschefs und das Volk Abschied vom verstorbenen Präsident Beji Caid Essebsi genommen. Unter anderem reisten Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, König Felipe von Spanien und Algeriens Übergangspräsident Abdelkader Bensalah nach Tunis.

Auch Ex-Bundespräsident Joachim Gauck nahm nach Angaben des Auswärtigen Amtes an dem Staatsbegräbnis teil. Essesbi war am Donnerstag im Alter von 92 Jahren gestorben.

Essebsi war erster demokratisch gewählter Präsident Tunesiens

Der mit einer tunesischen Flagge drapierte Sarg war in der Hauptstadt Tunis zunächst im Präsidialpalast zu sehen, ehe Ehrengarden ihn in einem Trauerzug zum Friedhof begleiteten. Entlang der Route standen Scharen von Tunesiern, einige von ihnen mit Landesflaggen, um dem verstorbenen Staatschef den letzten Respekt zu zollen. Der Trauerzug fand angesichts zweier Terroranschläge vor wenigen Wochen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen statt, am Himmel kreisten Militärhubschrauber.

Essebsi hatte viereinhalb Jahre als Präsident regiert und erklärt, bei der kommenden Wahl nicht mehr antreten zu wollen. Diese wurden nach seinem Tod vorgezogen und sollen nun am 15. September stattfinden. Tunesien hatte als einziges Land der Region nach den arabischen Aufständen 2011 den Übergang in die Demokratie geschafft.

(an/dpa)

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