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Tunesien: Präsident lobt Meinungsfreiheit im Land

14.1.2019 23:50 Uhr

Tunesiens Präsident Béji Caïd Essebsi hat die Pressefreiheit in seinem Land gelobt. Acht Jahre nach dem Ende der autokratischen Herrschaft habe das Land wieder Meinungsfreiheit.

"Diese Errungenschaft müssen wir bewahren", erklärte der Staatschef im Bardo-Museum in Tunis am Montag. Zugleich warnte er, die Demokratie in Tunesien sei noch nicht gesichert.

In dem nordafrikanischen Land waren vor rund acht Jahren die arabischen Aufstände ausgebrochen. Damals zündete sich der 26 Jahre alte Gemüsehändler Mohammed Bouazizi aus Verzweiflung über seine Lage selbst an und entfachte damit Proteste. Am 14. Januar 2011 floh der Langzeitherrscher Zine El Abidine Ben Ali nach Saudi-Arabien. Dies ermunterte Proteste auch in anderen arabischen Ländern.

Tunesien gelang Übergang zur Demokratie

Tunesien gelang als einzigem Staat der Übergang zur Demokratie, steckt jedoch in einer Wirtschaftskrise. In den vergangenen Wochen kam es zu Protesten gegen Sparmaßnahmen. Es wird erwartet, dass Ministerpräsident Youssef Chahed, dessen Mitgliedschaft in der Regierungspartei Nidaa Tounes suspendiert wurde, eine eigene Partei gründet

(an/dpa)