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TUI-Chef Joussen schlägt schrittweise Aufhebung der Türkei-Reisewarnung vor

26.7.2020 9:37 Uhr

Es sind nicht nur viele Urlauber, die auf eine Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei warten und hoffen, sondern auch deutsche Reiseveranstalter, denen große Verluste durch das fehlende Reisepublikum in die Türkei drohen. Jetzt spricht sich TUI-Chef Fritz Joussen – ähnlich wie bereits vor ihm der Tourismusbeauftrage der deutschen Regierung Thomas Bareiß – für eine schrittweise Aufhebung der Reisewarnung aus. Man könne mit den Touristenregionen beginnen, sagte Joussen der "Rheinischen Post".

"Wir plädieren für einen pragmatischen Ansatz: Weil die Touristenregionen an der türkischen Riviera am Mittelmeer einen sehr hohen Sicherheits- und Qualitätsstandard haben, sollte Deutschland für diese Ziele die Reisewarnung in einem Pilotprojekt aufheben", so Joussen zur "Rheinischen Post".

Beispiel Mallorca

Joussen brachte für ein mögliches Modell die spanische Urlaubsinsel Mallorca als Beispiel. Dort habe man auch mit einigen Tausend Urlaubern angefangen, um die Lockerungen später auszuweiten. Und man könne in der Türkei "sehr weitläufige Urlaubsresorts" nutzen, nicht die Städte.

Corona-Tests an den Flughäfen

Am Freitag einigten sich die Gesundheitsminister der Länder am Freitag bereits auf Testzentren an den Flughäfen, an denen sich Rückreisende aus Risikoländern kostenlos testen lassen können oder in eine zweiwöchige Quarantäne müssen. Gesundheitsminister Spahn verkündete am Samstag, dass man die rechtlichen Voraussetzungen für Pflichttests für alle Rückkehrer prüfen lasse, nachdem in den letzten Tagen die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland hochgegangen sind und dies auch auf die Rückkehrer zurückzuführen sei. Am Flughafen Frankfurt wurden bereits 70 positive Corona-Fälle getestet – allerdings kamen fast alle aus Ländern, für die eine Reisewarnung bereits aufgehoben wurde.

(be)

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