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Türkisches Migrations-Filmfestival gibt Programm bekannt

9.6.2020 16:33 Uhr, von Andreas Neubrand

Das Internationale Migrationsfilmfestival der Türkei hat am 8. Juni die Beiträge für ihre Kategorie Migration/Flucht bekannt gegeben.

Präsident der Festivaljury ist der türkische Filmemacher Nuri Bilge Ceylan, der 2014 für seinen Film "Winterschlaf" die goldene Palme von Cannes gewonnen hat.

Sieger wird am 21. Juni prämiert

Vom 14. bis 21. Juni sollen acht Filme gezeigt werden. Der beste Film soll dann am 21. Juni prämiert werden. Aufgrund der Corona-Pandemie wird das diesjährige Filmfestival online stattfinden, so die Veranstalter.

Zu den Filmen gehört auch "For Sama", von Waad al-Kateab und Edward Watts aus dem Jahr 2019. Die preisgekrönte Dokumentation erzählt dabei die Geschichte einer jungen Mutter in den Wirren des syrischen Bürgerkriegs.

Taliban setzten Kopfgeld auf afghanischen Regisseur aus

In dem Film "Midnight Traveller" erzählt der afghanische Regisseur Hassan Fazili von seiner eigenen Flucht mit seiner Frau und seinen zwei Kindern aus Afghanistan nach Europa, nachdem die Taliban ein Kopfgeld auf ihn ausgelobt hatten. Der Film wurde sowohl in Berlin, als auch auf dem Sundance-Filmfestival ausgezeichnet.

"Omar And Us" ist ein Drama von Maryna Er Gorbach und Mehmet Bahadir Er. Der Film erzählt die Geschichte eines pensionierten türkischen Soldaten, der sich seinen eigenen Vorurteilen stellen muss, nachdem in seine Nachbarschaft Flüchtlinge eingezogen sind.

Film über Flüchtlingskinder aus Tschetschenien

"Sent Of My Daughter" des türkischen Regisseurs Olgun Özdemir handelt von drei grundverschiedenen Menschen: Beatrice, die 2016 bei dem Terroranschlag in Nizza ihre ganze Familie verloren hat und den beiden Syriern Ibrahim und Hevi.

"Oskar & Lily" ist ein Film des iranischen Filmemachers, der während der iranischen Revolution 1979 nach Österreich fliehen musste. Der Film erzählt die Geschichte der beiden tschetschenischen Flüchtlingskinder Oskar (8) und Lilli (13), die sechs Jahre in Österreich lebten und kurz vor der Deportation standen.

Flucht aus Tunesien nach Marokko

Das Drama "Just Like My Son" der italienischen Regisseurin Costanza Quatriglio konzentriert sich auf die Geschichte zweier Brüder, die aus Afghanistan geflohen sind und jetzt in Europa leben. Der Film "Rafael" des Niederländers Ben Sombogaart erzählt die Geschichte des Tunesiers Nazir, der mit einem niederländischen Frisör verheiratet ist. Aufgrund des arabischen Frühlings ist er gezwungen, sein Land zu verlassen und nach Europa zu fliehen.

Der letzte Film zum Thema Migration ist von dem australischen Regisseur Mark Grentell und handelt von einem ehemaligen Fußballprofi, der in seine Stadt zurückkehrt, um eine lokale Fußballmannschaft zu trainieren. Laut den Veranstaltern werden bei dem Festival über 50 Filme online gezeigt.

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