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Türkisches Gericht entlässt fünf Verdächtige im Flucht-Fall Ghosn

5.7.2020 16:15 Uhr, von Andreas Neubrand

Ein türkisches Gericht hat am 3. Juli fünf Personen freigelassen, die beschuldigt wurden, die Flucht des ehemaligen Nissan-CEO Carlos Ghosn aus Japan über einen Flughafen in Istanbul in den Libanon unterstützt zu haben.

Das Gericht verschob den Prozess nach der Anhörung der Verdächtigen auf einen neuen Termin. Am 2. Januar wurden sieben Personen in Istanbul festgenommen, weil sie angeblich die Flucht von Carlos Ghosn unterstützt haben sollen.

Ausreise mit zwei Privatjets?

Die Polizei verhaftete vier Piloten, zwei Mitarbeiter des Bodenpersonals und einen Geschäftsführer. Die Verhaftung erfolgte, nachdem die Generalstaatsanwaltschaft von Istanbul eine Untersuchung über die Flucht von Ghosn in den Libanon angeordnet hat. Dieser soll über den Flughafen Atatürk in Istanbul nach Beirut geflohen sein.

Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei Flüge von zwei Privatjets von der japanischen Stadt Osaka zum Flughafen Istanbul Atatürk und dann nach Beirut untersucht. Einer der Flüge starte am 29. Dezember um 5.15 Uhr Ortszeit und der andere um 6.00 Uhr Ortszeit, beide vom Flughafen Atatürk mit Ziel Beirut.

Im November 2019 wurde Ghosn wegen des Verdachts der Korruption als Vorsitzender des Nissan-Konzerns festgenommen. Laut libanesischen Behörden ist er "legal" in das Land eingereist.

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