Symbolbild: imago images/Arnulf Hettrich

Türkischer Vermögensfond will Turkish Airlines unterstützen

3.10.2020 20:52 Uhr, von Andreas Neubrand

Der türkische Vermögensfonds befindet sich in Verhandlungen über Hilfen für Turkish Arlines, nach den Geschäftseinstellungen aufgrund des Coronavirus.

Das Unternehmen könnte entweder frisches Kapital oder Finanzierungsunterstützung erhalten. Noch ist allerdings unklar, wie viel Geld der Turkey Wealth Fund (TVF) dem angeschlagenen Unternehmen zur Verfügung stellen wird,

TA fliegt mehr Ziele an als alle anderen Airlines

Turkish Airlines fliegt weltweit mehr Ziele an als jede andere Fluggesellschaft. Doch die Maßnahmen aufgrund der Pandemie haben bei dem Unternehmen zu großen Verlusten und Entlassungen geführt.

Turkish Airlines verzeichnete im zweiten Quartal einen Verlust von 2,23 Milliarden Lira (244,49 Millionen Euro). Das Unternehmen konnte mit der Gewerkschaft eine Lohnsenkung von 30 bis 50 Prozent bis Ende 2021 vereinbaren. So konnten Entlassungen vermieden werden.

"Es ist sehr klar, dass Turkish Airlines ein Rettungsprogramm benötigt. Dies könne in Form von Kapitalunterstützung oder Finanzierung geschehen", sagte eine Quelle aus dem TVF. Die Quelle stützt sich dabei auf eine breite Studie über die Schwierigkeiten der Tourismusindustrie nach der Pandemie.

Auslastung rapide gesunken

Der TVF besitzt 49,12 Prozent an Turkish Airlines mit einer Marktkapitalisierung von 14,6 Milliarden Lira (1,62 Milliarden Euro). Der Wert ist um 31 Prozent aufgrund der weltweiten Grenzschließungen gesunken.

Laut dem Vorsitzenden Ilker Ayci hat die Fluggesellschaft im zweiten Quartal einen Kassenbestand von 1,45 Milliarden Euro. Man gehe aber davon aus, dass das Unternehmen knapp 300 Millionen pro Monat verbrennen wird. Dabei würde dann die Nettoverschuldung knapp 11 Milliarden Euro liegen.

Finanzminister Berat Albayrak kündigte am Dienstag einen Dreijahresplan an, der besonders betroffenen Sektoren wie Tourismus und Verkehr helfen soll.

Die Passagierzahlen von Turkish Airlines fielen im August gegenüber dem Vorjahr um 65,9 Prozent. Im gleichen Zeitraum fiel der Auslastungsgrad um 17,2 Prozentpunkte auf 67,6 Prozent.

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