Hürriyet

Türkischer Präsident lehnt vorgezogene Neuwahlen ab

17.10.2020 8:53 Uhr

Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Möglichkeit einer vorgezogenen Wahl abgelehnt und erklärt, die Wahlen würden planmäßig im Juni 2023 stattfinden.

"In welchen Ländern werden Wahlen vor dem festgelegten Zeitpunkt abgehalten? Vielleicht in Stammesstaaten", sagte er bei der Eröffnungsrede des akademischen Hochschuljahres 2020-2021.

Die Türkei ist nicht mehr die alte Türkei

"So etwas sieht man nicht in einem entwickelten oder Entwicklungsland. Die Türkei ist nicht mehr die alte Türkei. Wir sind die neue Türkei. Und in der neuen Türkei werden die Wahlen an dem festgelegten Datum abgehalten, also im Juni 2023", erklärte er.

Die Oppositionspartei CHP hatte vor einigen Tagen vorgezogene Neuwahlen ins Spiel gebracht. Am 9. Oktober forderte ihr Vorsitzender Kemal Kilicdaroglu vorgezogene Wahlen, weil "das Land nicht gut regiert werde."

Rettung des Landes liegt in vorgezogenen Wahlen

"Die Rettung des Landes liegt in vorgezogenen Neuwahlen. Wenn Devlet Bahceli (Vorsitzender der MHP) das Land wirklich liebt, dann sagt er 'Genug ist genug' und führt in der Türkei vorgezogene Wahlen durch", sagt er.

Die MHP ist aktuell entschlossen, an dem geplanten Termin im Juni 2023 festzuhalten, sagte Bahceli als Reaktion auf den Appell des CHP-Führers.

(an)

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