Symbolbild: imago images/Depo Photos

Türkischer Präsident fordert neues globales System

12.11.2020 19:18 Uhr, von an

Bei einer Rede auf der 12. Botschafterkonferenz in Ankara forderte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein neues globales System, welches nicht die Reichen und Mächtigen begünstigt, sondern sich auch um die Armen kümmert.

Ein System, in dem eine Handvoll starke Akteure einer Masse armen Menschen gegenübersteht, könne nicht länger fortgesetzt werden. Ein systematischer Wandel sei nun nötig.

Welt steht am Scheideweg

Die Welt sei in der Pandemie an einen neuen Scheideweg gekommen. Er stellte fest, dass internationale Organisationen nicht richtig auf die Krise reagiert hätten. Bei einem UN-Treffen prägte der türkische Präsident den Slogan "Die Welt ist größer als fünf", wobei er auf die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats anspielte. "Vielmehr gewinne Multizentrizität und Regionalisierung beständig an Bedeutung in den internationalen Beziehungen", sagte er.

Er erklärte, dass die türkischen Regierungen weder die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg als auch nach dem Kalten Krieg nicht optimal genutzt haben. Doch angesichts der Pandemie wolle man seine geostrategischen Vorteile besser nutzen.

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