Hürriyet

Türkischer Parlamentssprecher nennt Minsk-Gruppe "hirntot"

21.10.2020 20:23 Uhr

Für den türkischen Parlamentspräsidenten Mustafa Sentop sind die Vorsitzenden der Minsk-Gruppe USA, Frankreich und Russland, die von der OSZE als Vermittler im Konflikt um die Region Berg-Karabach zwischen Armenien und Aserbaidschan fungieren, "hirntot". Ein Krieg sei zudem legitim, wenn ein Land versuche, sein Territorium von einer Besatzung zu befreien, fuhr Sentop fort.

Sentop sprach an seinem dritten Tag in Baku vor dem aserbaidschanischen Parlament, wo er von einer großen Parlamentsdelegation begleitet wurde, um Aserbaidschan im Konflikt mit Armenien um Berg-Karabach zu unterstützen.

Minsk-Gruppe bietet keine Lösung an

"Die Minsk-Gruppe hat keinen Willen gezeigt, das Problem zu lösen. Laut Artikel 51 der UN-Charta hat Aserbaidschan das Recht, sein Territorium zurückzuerobern. Wer das nicht anerkennt, ist hirntot", so Sentop. Damit spielte er auf den Hinweis des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an, der letztes Jahr sagte, dass die Nato hirntot sei.

Frankreich ist seit 1994 einer der Co-Vorsitzenden der Minsk-Gruppe. Dies wird von Aserbaidschan kritisch gesehen, da Paris offensichtlich Armenien unterstützt. "Armenien ist ein Terrorstaat, der trotz eines Waffenstillstands Angriffe auf die Zivilbevölkerung verübt", sagte er. Sentop bekräftigte, dass die einzige Lösung des Problems der Abzug armenischer Truppen aus dem aserbaidschanischen Gebiet ist.

(an)

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