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Türkischer Außenminister Cavusoglu besucht Afrika

21.7.2020 22:36 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei sei entschlossen, ihre Zusammenarbeit mit afrikanischen Ländern und regionalen Organisationen des Kontinents zu verstärken, sagte der türkische Außenminister Mavlüt Cavusoglu am 20. Juli beim Besuch des westafrikanischen Landes Togo.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem togolesischen Amtskollegen Robert Dussey in der Hauptstadt Lome betonte Cavusoglu den diplomatischen Vorstoß der Türkei in Afrika im letzten Jahrzehnt und sagte, man habe die Zahl der Botschaften auf dem Kontinent von 12 auf 42 erhöht.

Türkische Botschaft in Lome eröffnet

Nun werde man eine Botschaft in Lome eröffnen, fügte er hinzu. Außerdem wolle man türkische Unternehmen ermutigen, in Togo zu investieren.

Bei seinem Besuch wies Cavusoglu auch auf die Schulen hin, die der Fetullah Terrororganisation (FETÖ) nahestehen. Ankara macht die Gruppe für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich.

Gute Zusammenarbeit zwischen Türkei und Togo

Cavusoglu erklärte, dass er es schätze, dass Togo diese Schulen der von der Türkei gegründeten Maarif-Stiftung übergeben hat. Die Maarif-Stiftung hat 333 Schulen in 43 Ländern. Ziel der Stiftung sei es, die Qualität der Schulen zu verbessern. Auch werde es weiterhin Stipendien für togolesische Studenten geben, die in der Türkei studieren wollen.

Der türkische Außenminister betonte auch die gute Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Togo bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Noch heute liefert die türkische Agentur für Zusammenarbeit und Koordinierung (TIKA) Togo medizinisches Equipment in das Land.

Dussey dankt Cavusoglu für Besuch

Dussey dankte Cavusoglu für seinen ersten Besuch in Togo. Er hoffe zudem, dass Turkish Airlines (THY) nach der Pandemie Direktflüge nach Lome starten werde. Vor der Pressekonferenz unterzeichneten die beiden Außenminister drei Abkommen: Über die Einrichtung von Konsulaten, die Abschaffung der Visapflicht und die intensivere diplomatische Zusammenarbeit beider Länder.

Nach seinem Besuch in Togo reist der türkische Außenminister weiter nach Niger und Äquatorialguinea. Unter der Regierung Erdogans hat sich der Kontakt zu Afrika extrem intensiviert. Dabei hat Ankara Millionen in die Infrastruktur investiert und Hunderte afrikanische Studenten gefördert.

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