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Türkische Wirtschaft erholt sich wieder

24.6.2020 16:43 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei werde voraussichtlich mit einer V-förmigen Erholung aus der Corona-Krise herausgehen. Das Land erwartet ein potenzielles Wachstum, so der türkische Finanzminister Beat Albayrak.

Albayrak sprach am 23. Juni vor der Generalversammlung des türkischen Bankenverbandes in Istanbul darüber, dass die Regierung die Erholung der Wirtschaftstätigkeit genau beobachten werde.

Wirtschaftsindikatoren sind positiv

Er erklärte, dass die türkische Wirtschaft im ersten Quartal um 4,5 Prozent gewachsen sei und sagte, dass die ersten Indikatoren darauf hindeuten, dass das Wachstum auch in der kommenden Periode stark bleiben wird.

"Trotz der ungünstigen Ausgangslage durch die Corona-Pandemie, sind die wirtschaftlichen Daten für die zweite Jahreshälfte vielversprechend", sagte Albayrak und fügte hinzu, dass die Türkei eine der am wenigsten betroffenen Volkswirtschaften sei.

Niedrige Kreditkosten helfen der Wirtschaft

Er betonte auch, dass das Kreditwachstum dank niedriger Kreditkosten stark geblieben sei. Nach Angaben des Ministers stiegen die insgesamt gewährten Kredite jährlich um 27,3 Prozent.

Insgesamt 133.000 Anträge für günstige Wohnungsbaudarlehen sind bei der zuständigen Behörde eingegangen. Dabei wurden 25 Milliarden türkische Lira (3,19 Milliarden Euro) an 100.000 Antragssteller vergeben.

Banken sollen Geschäftsmodel überdenken

Das Economic Stability Shield Paket, welches Unternehmen und Haushalten in der Krise helfen soll, liegt bei über 280 Milliarden Lira (36,22 Milliarden Euro). Darin sind Darlehnszahlungen und Zinsen allerdings nicht enthalten.

Albayrak mahnte die Banken jedoch an, ihre alten Geschäftspraktiken zu überdenken und für eine Zeit nach Corona zu planen. Die Banken sollen dabei im Einklang mit den Entwicklungszielen der Türkei handeln, erklärte der Minister und rief die Banken die Umstrukturierung von Krediten zu beschleunigen. Dabei plane die Türkei die Gründung einer Vermögensverwaltung, in die die Banken ihre faulen Kredite abschieben können.

Die Inlandsnachfrage in der Türkei ist wieder gestiegen. Auch die Exporte sind in den ersten 21 Tagen des Junis um 21 Prozent gewachsen. Das erklärte der Minister unter Berufung auf Daten der türkischen Exporteuerversammlung (TIM).

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