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Türkische Professorin findet fünf neue Bakterien-Arten in den Augen von Eselspinguinen

4.1.2021 15:32 Uhr

Eine türkische Professorin, Latife Cakir Bayram, die zwischen dem 4. Januar und dem 14. Februar 2019 an der 3. Nationalen Antarktis-Wissenschaftsexpedition teilnahm, fand in den Augen einer Pinguinart namens "Eselspinguin" fünf neue und bisher unbekannte Bakterienstämme. "Diese Bakterien sind weltweit noch nicht identifiziert oder kategorisiert", sagte Latife Cakir Bayram von der Erciyes-Universität in der türkischen Zentralprovinz Kayseri.

Die Wissenschaftlerin gab an, dass sie Augeninnendruck- und Tropfen-Tests an den Eselspinguinen durchgeführt und fünf Proben von jeweils 100 Pinguinen entnommen habe. "Ich hatte ungefähr 500 Proben. Ich habe sie isoliert und bin in die Türkei zurückgekehrt. Bei unseren Forschungen in den Labors der Erciyes-Universität haben wir die nicht identifizierten und nicht kategorisierten fünf verschiedenen Bakterienstämme gefunden", bemerkte Bayram. Sie dankte einem chilenischen Wissenschaftsteam, das ihr beim Studium in der Antarktis half und sie unterstützte. "Um Tests an einem Pinguin durchzuführen, muss man ein Team von drei Personen haben. Sie ließen mich Teil eines Teams sein. Zuerst führten sie ihre Tests durch. Am Ende hatte ich ungefähr fünf bis sechs Minuten Zeit, um an den Augen der Pinguine arbeiten zu können."


Reale Pinguine nicht mit "Happy Feet" vergleichbar

Auf die Frage "Wie geht es den Pinguinen?" machte sie schnell einen Vergleich zwischen den echten Pinguinen und den Pinguinen, die in der Blockbuster-Animation "Happy Feet" gezeigt wurden. "Sie sind süß und watscheln herum. Aber sie sind nicht wie in "Happy Feet", sondern wirklich starke Tiere. Ein Wissenschaftler schließt immer die Augen des Pinguins, während er einen Test durchführt, um ihn nicht zu erschrecken. Aber ich habe an ihren Augen gearbeitet. Ich hatte wirklich Mühe, das zu tun", fügte sie hinzu.


Auf die Frage, ob sie jemals einen gefährlichen Vorfall überwunden habe, antwortete sie: "Der Pinguin bewegte seinen Schnabel nahe an mein Gesicht. Der Schnabel war nah dran mein Auge zu treffen. Er hat es nur um wenige Millimeter verfehlt." Die Türkei hat 2016 ihre erste nationale Expeditionsreise in die Antarktis mit 13 türkischen Wissenschaftlern verschiedener türkischer Universitäten unternommen. Die 4. Nationale Antarktis-Wissenschaftsexpedition fand im Februar 2020 statt. Die Antarktis, der kälteste Kontinent der Erde, dient seit der Unterzeichnung eines Vertrags von 1959 als wissenschaftliche Forschungszone.


(ce)

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