Hürriyet

Türkische Musiker haben wegen Corona schwierige Zeiten

3.10.2020 22:33 Uhr

Das neuartige Coronavirus hat die Welt unheimlich ruhig gemacht, mit Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, die darauf abzielen, Unterhaltungsstätten zu schließen, mit begrenzten Aufführungen für Bands, Chöre und Musiker auf der ganzen Welt.

Der türkische Milliyet-Journalist Menderes Özel berichtete kürzlich in einer Kolumne, dass die Zustände für Musiker in Großbritannien trostlos seien und in der Türkei eine ähnliche Atmosphäre herrschen würde. Einige Medien berichten sogar, dass sich in der Türkei etwa 100 Musiker das Leben genommen hätten.

"Natürlich fällt es mir, wie jedem anderen Bühnenkünstler, schwer. Bereits vor der Pandemie hatten alle Performer Schwierigkeiten in diesem schwierigen Sektor. Jetzt wurde es [mit der Corona-Pandemie] noch schwieriger", so die Angaben von Gür Akad, Ex-Gitarrist von Popstar Tarkan und einer der wichtigsten Gitarristen des Landes.

"Ich habe das Glück, dass wir Studioaufnahmen und gelegentlich kleine Konzerte halten können. Meine Musikerkollegen, die mit mir auftreten, gehen auch mit anderen Bands zu kleinen Konzerten. Aber natürlich ist die Arbeit leider sehr begrenzt", fügte er hinzu.

Özels Konzerteinnahmen würden allerdings schnell verschwinden, daher würde er im Moment von seinen Ersparnissen leben.

Musiker geben Karriere auf

Einige Musiker würden laut den Angaben des Musikers ihre geliebten Instrumente verkaufen, Städte wechseln oder die Karriere in der Musikbranche ganz aufgeben, um sich um ihre Familie zu kümmern.

In Bezug auf das Unvorhergesehene in der Musikindustrie betonte Özel die Notwendigkeit Musiker, die sich in einer schwierigen Situation befänden, zu unterstützen. Er forderte, dass beispielsweise andere Beschäftigungsmöglichkeiten für Musiker geschaffen werden.

(gi)

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