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Türkische Küstenwache rettet 93 Asylanten auf Booten

15.6.2020 12:09 Uhr

Die türkische Küstenwache hat am 13. Juni vor Canakkale 93 Asylanten auf zwei Boote verteilt gerettet, die laut inoffiziellen und nicht genannten Sicherheitsquellen von der griechischen Küstenwache in türkische Hoheitsgewässer zurückgedrängt wurden.

Die Asylsuchenden verschiedener Nationalitäten machten sich den inoffiziellen Berichten nach zunächst von Ayvacik in Canakkale im Nordwesten der Türkei auf den Weg zur griechischen Insel Lesbos. Ihre beiden Gummiflöße sollen von der griechischen Küstenwache in türkische Hoheitsgewässer zurückgeschoben worden sein, sagten die Quellen, die wegen Einschränkungen beim Sprechen mit den Medien darum baten, nicht genannt zu werden.

381 Asylbewerber wurden in einer Woche gerettet

In der Zwischenzeit teilte das türkische Kommando der Küstenwache am 13. Juni mit, dass die Türkei in der vergangenen Woche 381 Asylanten gerettet habe. Zwischen dem 05. und 11. Juni wurden in 14 Fällen insgesamt 381 Asylbewerber aufgehalten oder gerettet, teilte die Küstenwache auf Twitter mit. Außerdem wurden nach den Berichten drei Schmuggler festgenommen, die vier Fotos von den Rettungsaktionen teilten, bei denen die türkischen Teams in voller Schutzausrüstung die Temperatur von Asylbewerbern gemessen hatten.

Die Türkei ist ein wichtiger Transitpunkt für Asylsuchende, die nach Europa gelangen wollen, um ein neues Leben zu beginnen und die insbesondere vor Krieg und Verfolgung flüchten. Die Türkei öffnete Anfang dieses Jahres ihre Tore für irreguläre Migranten, die nach Europa wollen und beschuldigte die EU, ihre Versprechen im Rahmen eines Migrantenabkommens von 2016 nicht eingehalten zu haben. Die Türkei beherbergt derzeit nach offiziellen Berichten fast vier Millionen Syrer und hat damit das weltweit größte Kontingent an Flüchtlingen im Land aufgenommen.

(ce)

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