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Türkische Jugendliche produzieren Schutzmasken und Desinfektionsmittel

29.3.2020 17:55 Uhr

Das Coronavirus hat die Welt weiterhin im Würgegriff und in Zeiten wie diesen rücken alle ein bisschen näher zusammen. Während in einer Berufsschule die Chemieschüler in zehn Tagen 150 Tonnen Desinfektions- und Reinigungsmittel herstellten, haben freiwillige Helfer in einem Jugendzentrum mit der Herstellung von Schildmasken begonnen.

Chemie-Schüler der Afyonkarahisar Berusschule (Bild: dha)

4 Lehrer, 20 Schüler, 150 Tonnen Reinigungsmittel

Nachdem das Bildungsministerium 38 Berufsschulen mit Chemielaboren die Genehmigung zur Produktion von Desinfektions- und Reinigungsmitteln gegeben hat, machte sich die Afyonkarahisar Berufsschule an die Arbeit. Mit vier Lehrern an ihrer Seite produzierten 20 Schüler innerhalb von 10 Tagen 15 Tonnen Flüssigseife, fünf Tonnen Oberflächenreinigungsmittel, neun Tonnen Waschmittel sowie rund 120 Tonnen Desinfektionsmittel.


Fertiges Desinfektionsmittel wartet auf den Transport (Bild: dha)

Die Hygieneprodukte werden von hier aus nicht nur nach Afyonkarahisar, sondern auch nach Eskisehir, Usak, Mugla und Kirikkale geschickt. Mittlerweile hat die Schule sogar eine eigene Marke eintragen lassen und verteilt die Reinigungsmittel unter dem Namen "Gazi-03".

Jugendzentrum zur Hilfe

Rund 1000 Kilometer weiter östlich, in Erzincan, haben ebenfalls Jugendliche die Ärmel hochgekrempelt und helfen im Kampf gegen das Coronavirus. Dort stellen die Helfer in einem an das Jugend- und Sportministerium angeschlossenen Jugendzentrum mit 3D-Druckern Schildmasken für medizinisches Personal her.

So kann man seine Freizeit sinnvoll verbringen - mit Helfen (Bild: dha)

Die nach dem Vorbild findiger Entwickler designte Maske wird hier unter der der Aufsicht der Jugendleiterin Edanur Keles hergestellt. "Als das Erzincan Jugendzentrum versuchen wir so viele Schutzmasken wie möglich für das Pflegepersonal herzustellen".

Auch das Ministerium unterstützt das Jugendzentrum und "steht jederzeit hinter ihnen". Die ersten hier produzierten Masken sind bereits an Krankenhäuser übergeben worden.

(be)

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