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Türkische Frauen leiden in der Pandemie stärker

14.7.2020 11:08 Uhr, von Andreas Neubrand

Sechsundsechzig Prozent der Frauen fühlen sich aufgrund der Corona-Pandemie müde. Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos hervor. Bei den Männern sind es 47 Prozent.

Ipsos erklärte, dass die Unsicherheit, wann die Pandemie endet, für viele mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen einhergeht. So glauben die Hälfte der Türken, dass in der Corona-Pandemie das Schlimmste noch kommen wird. Nur ein Drittel geht davon aus, dass die Talsohle bereits durchschritten ist.

Angst werde durch Müdigkeit ersetzt

Die Angst werde dabei bei vielen Menschen durch Müdigkeit ersetzt, heißt es in der Studie "Coronavirus Outbreak and Society". Besonders Leute mit einem geringen sozioökonomischen Status haben in der Pandemie Angst.

Die Studie stellte fest, dass die Pandemie Frauen zu Hause psychisch härter trifft, da ihre negative Stimmung mit einem erhöhten Maß an Pflichten und Verantwortungen gekoppelt ist.

Hälfte der Frauen negativ betroffen

Die Hälfte der befragten Frauen gab an, dass sie von der Pandemie negativ betroffen sind. Bei den Männern war es ein Drittel. Ein Viertel der Männer gab an, dass Frauen in dieser Zeit negativ beeinflusst wurden. Fast 70 Prozent der Frauen glauben, dass die Arbeitsbelastung der Frauen während der Pandemie zugenommen hat. Dem stimmen vier von zehn Männern zu.

Die Hälfte der Männer gab an, dass die Arbeitsbelastung der Männer gestiegen ist. Dem konnte aber nur eine von zehn Frauen zustimmen. Mehr als die Hälfte der Männer glaubt, dass niemand im Haushalt psychisch negativ betroffen ist. Nur die Hälfte der Frauen sieht das auch so. Viele fürchten, dass die Pandemie sich auch über die Wintermonate erstrecken könnte und die Türkei in eine schwierige Zeit führen könne. Mittlerweile glauben sieben von zehn Türken, dass das Land, welches in der ersten Phase der Pandemie am härtesten getroffen wurde, die USA sind.

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