Hürriyet

Türkische Exporte sind im August rückläufig

30.9.2020 22:04 Uhr

Die türkischen Exporte gingen im August gegenüber dem Vorjahr um 5,7 Prozent auf 10,68 Milliarden Euro zurück, teilte die statistische Behörde des Landes am Mittwoch mit.

Die türkischen Importe stiegen dagegen um 20,4 Prozent auf 15,98 Milliarden Euro im Vergleich gegenüber dem Vorjahresmonat, teilte das türkische statistische Amt (TurkStat) mit.

Export-Import-Deckungsgrad bei 66,5 Prozent

Das Außenhandelsdefizit belief sich im August auf 5,38 Milliarden Euro und lag damit um 168,2 Prozent über dem Vorjahreswert. Im August lag der Export-Import-Deckungsgrad bei 66,5 Prozent, während er im Vorjahresmonat noch bei 85 Prozent lag.

Im Zeitraum Januar bis August 2020 betrug das Außenhandelsdefizit 28,2 Milliarden Euro, was einen Anstieg von 69, Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Im gleichen Zeitraum betrug die Exportabdeckung 75,6 Prozent, während sie im Januar bis August 2019 85,8 Prozent betrug.

Exporte leicht rückläufig, Importe leicht gestiegen

Daten zufolge gingen die Exporte um 5,7 Prozent auf 10,65 Milliarden Euro zurück, während die Importe im August jährlich um 20,4 Prozent auf 16,02 Milliarden Euro gestiegen. Von Januar bis August 2020 beliefen sich die Exporte auf 87,46 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 12,9 Prozent. Die Importe lagen bei 115,66 Milliarden Euro, ein Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Der Anteil der Produkte des verarbeitenden Gewerbes an den Gesamtexporten betrug 94,9 Prozent, während Land- und Forstwirtschaft bei 2,8 Prozent und Bergbau bei 1,8 Prozent lag. Im August 2020 betrug das Verhältnis von Zwischenprodukten, Investitionsgütern und Konsumgütern zu den Gesamtimporten der BEC-Klassifikation 77,0 Prozent, 13,1 Prozent bzw. 9,6 Prozent. Im Zeitraum Januar bis August 2020 betrug das Verhältnis von Zwischenprodukten, Investitionsgütern und Konsumgütern zu den Gesamtimporten gemäß der BEC-Klassifizierung 75,4 Prozent, 13,8 Prozent bzw. 10,5 Prozent.

Fünf Exportnationen machen ein Drittel der Gesamtexporte aus

Das wichtigste Exportland für türkische Produkte war Deutschland mit 1,03 Milliarden Euro, gefolgt von Großbritannien mit 845,14 Millionen Euro, die USA mit 632,36 Millionen Euro, der Irak mit 546,90 Millionen Euro und Spanien mit 497,34 Millionen Euro. Die führenden fünf Exportnationen hatten einen Anteil von 33,4 Prozent an den Gesamtexporten der Türkei. Von Januar bis August 2020 war Deutschland mit 8,34 das wichtigste Exportland, gefolgt vom Vereinigten Königreich mit 5,47 Milliarden Euro, die USA mit 5,39 Milliarden Euro, der Irak mit 4,65 Milliarden Euro und Italien mit 4,04 Milliarden Euro. Die ersten fünf Länder hatten einen Anteil von 31,9 Prozent an den Gesamtexporten der Türkei.

China war im August 2020 mit 1,65 Milliarden Euro der wichtigste Importeur in die Türkei. Dem Land folgten Deutschland mit 1,45 Milliarden Euro, der Irak mit 1,41 Milliarden Euro, Russland mit 1,13 Milliarden Euro und die Schweiz mit 1 Milliarde Euro. Der Anteil der ersten fünf Länder an den Gesamtimporten betrug im August 2020 41,6 Prozent. Von Januar bis August 2020 importierte die Türkei aus China Güter im Wert von 12,15 Milliarden Euro. Dem Land folgten Deutschland mit 10,80 Milliarden Euro, Russland mit 9,65 Milliarden, die USA mit 6,72 Milliarden Euro und der Irak mit 5,08 Milliarden Euro. Der Anteil der ersten fünf Länder an den Gesamtimporten betrug von Januar bis August 2020 38,4 Prozent.

(an)

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